Mittwoch, 15. Februar 2017

Spiel der Zeit

"Spiel der Zeit" 
von 
Jeffrey Archer




erschienen am 6.09.2016
Random House Audio
ISBN: 9783837135862
2 mp3-CD = 11 Stunden 23 Minuten

Gelesen von Erich Räuker, Richard Barenberg, Britta Steffenhagen
 
1. Teil der Clifton-Saga
 
 
Inhalt:
 
 
England um 1930: Der junge Harry Clifton wächst an den Hafendocks von Bristol heran, seine Mutter Maisie muss sich mit harter Arbeit durchschlagen. Um den Tod von Harrys Vater, der angeblich im Krieg gefallen ist, rankt sich ein Geheimnis. Harrys Leben nimmt eine Wendung, als er das Stipendium für eine Eliteschule erhält. Er tritt ein in die Welt der Reichen und lernt Giles Barrington sowie dessen Schwester Emma kennen, Erben einer Schifffahrts- Dynastie. Harry verliebt sich in Emma, ohne zu ahnen, dass die Schicksale ihrer Familien auf tragische Weise miteinander verknüpft sind. 
 
 
Meine Meinung:
 
 
Über die Clifton Saga hatte ich schon einiges gelesen. Doch sieben Bände und alle recht dick haben mich etwas abgeschreckt. Am Ende siegten die Neugier und das Hörbuch. Mit 11,5 Stunden schon recht lang, aber diese Zeit verging wie im Flug. Die Geschichte hatte ein paar Kapitel benötigt, um mich einzufangen, aber dann war ich in der Geschichte drin. Sie ist interessant und ausschweifend. Die vielen Personen (mal mehr und mal weniger wichtig) und auch die Handlungsorte sind sehr verschieden. Vom Hafen über Old Jacks Bleibe zur Schule und der Villa der Barrington, zum Tee Cafe waren fast alle Wohn-, Arbeits- und Lebensschichten dabei. Die Hauptcharaktere werden sehr detailiert beschrieben und schnell hat man seinen ganz persönlichen "Liebling" gefunden. Die Liebesgeschichte zwischen Harry und Emma wurde nicht zu stark in den Focus gerückt, so dass genügend Zeit für die Freundschaft zwischen Giles, Dickens und Harry sowie die familiären Intrigen war.
 
Durch den Wechsel der Sprecher kam noch einmal mehr Spannung und Abwechslung auf, denn die Geschichte wurde aus den verschiedenen Perspektiven der Hauptfiguren erzählt. Manchmal hatte man das Gefühl die Geschichte doppelt zu hören, aber der Autor schaffte es immer wieder kleine Details einzubauen, die bisher unerwähnt waren. Auch so manche Lüge oder Schummelei wurde dabei aufgedeckt. Das letzte Drittel der Geschichte hätte etwas temporeicher sein dürfen. Dafür hat das Ende einen echten Cliffhanger...man muss weiterhören.

4 von 5 Sternen
 

Freitag, 10. Februar 2017

Reiner Wein

"Reiner Wein"
 von 
Martin Walker



erschienen am 30.04.2014
  Diogenes Verlag
ISBN: 9783257068962
  416 Seiten


Inhalt:
Bruno, Chef de police, muss eine Serie von Raubüberfällen aufklären. Deren Spuren führen zurück in den Sommer 1944, als die Résistance einen Geldtransport überfiel und mit der Beute das Weite suchte.


Meine Meinung: 

Der sechste Fall von Bruno ist wieder etwas spannender und interessanter als der letzte Fall. Während ich von dem letzten Fall nicht so begeistert war, konnte mich dieser Band einfangen. 
Martin Walker packt in seinen Fall sehr viel Geschichte, die er geschickt mit der heutigen Zeit verbindet. Auch das Privatleben von Bruno entwickelt sich etwas weiter und offenbart auch weniger schöne Seiten. Wie immer findet auch in diesem Band Bruno noch genügend Zeit zu kochen und seine Freunde einzuladen bzw. den Einladungen zu folgen. 

Trotz der guten Geschichte muss sich Martin Walker langsam etwas Neues einfallen lassen, damit die Geschichten rund um Bruno nicht zu eintönig werden. Die Themen ähneln sich sehr und auch die Frauengeschichten um Bruno müssen langsam mehr an Fahrt gewinnen, wenn die nächsten Fälle interessant bleiben sollen.


4 von 5 Sternen

Freitag, 3. Februar 2017

San Miguel

"San Miguel"
von 
T.C. Boyle






erschienen am 26.08.2013
Der Hörverlag
ISBN: 9783844512953 
1 mp3-CD = 9 Stunden 46 Minuten
Sprecher: Jan Josef Liefers
 

 
Inhalt:


Drei Generationen von Frauen leben vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Weltwirtschaftskrise auf San Miguel, einer kargen, einsamen Insel vor der kalifornischen Küste. Marantha Waters entbehrt dort alles, was sie sich vom Leben gewünscht hat, und ihre schöne, lebenshungrige Tochter sucht so rasch wie möglich zu entfliehen. Für Elise Lester jedoch, die spät ihre erste und einzige Liebe geheiratet hat, wird der Ort für viele Jahre zum Paradies. Doch die Idylle wird bedroht.


Meine Meinung:


 T.C.Boyle ist ein guter Beobachter und Erzähler. Er erzählt aus drei weiblichen Perspektiven, wie das Leben auf einer kleinen und sehr einsamen Insel empfunden wird. Während es für zwei der Frauen die Hölle und eine Qual ist, möchte die dritte Frau die Insel am liebsten nie mehr verlassen. Für Marantha und Edith ist es eine Belastung ohne Gesellschaft und Gespräche, ohne Komfort und Abwechslung zu leben, während für Elise die Ruhe, die wiederholenden Tätigekiten das ideale Leben sind. Boyle lässt kein Detail und keine Regung aus. Zum einen ist es gerade diese Präzision, die die Geschichten so besonders machen, zum anderen jedoch verliert sich Boyle manchmal in ihr, so dass es etwas langatmig werden kann. Dank Jan Josef Liefers sehr guten Erzählweise kann man diese langen Strecken jedoch ganz gut wegstecken.

Ich weiß nicht, ob ich das Buch gelesen hätte, aber in erzählter Form fand ich es gut und unterhaltsam.

4 von 5 Sternen


Sonntag, 29. Januar 2017

Herr S. bekommt Besuch

"Herr S. bekommt Besuch" 
von 
Patrick Hinz


Titel: Herr S. bekommt Besuch



225 Seiten  
erschienen im Dezember 2016
dotbooks Verlag
 
eBook 9783958247987



Inhalt:

 Wenn das Schicksal zweimal klingelt … Es gibt Menschen, die gerne über Gefühle sprechen – und zu dieser Sorte gehört Herr S. eindeutig nicht. Ganz im Gegenteil: Herr S. lässt niemanden an sich heran und hat es sich in seinem stacheligen Schutzpanzer sehr bequem gemacht. Jedenfalls bis zu dem Tag, an dem zwei Menschen vor seiner Tür stehen, zu denen er seit Jahren keinen Kontakt mehr hat. Der eine ist sein Cousin, ein nerviger Eso-Fuzzi. Die andere ist seine Mutter. Und die ist sterbenskrank.
Nein, Herr S. ist wirklich kein Mann, der gerne über seine Gefühle spricht – aber das heißt nicht, dass er keine hat. Denn nun holen sie ihn mit erstaunlicher Geschwindigkeit ein.
Von verletzten Gefühlen und neuen Chancen: Ein bewegender Roman über die Fallstricke des Schicksals und den Wahnsinn, den man Leben nennt.


Meine Meinung:

Herr S. ist sehr unterhaltsam, leicht gefühlskalt, sarkastisch bis zynisch und doch auch ein ganz klein wenig sensibel (er weiß es nur noch nicht). 
Den Start des Buches fand ich etwas abgehackt und irritierend, aber trotzdem wollte ich den Herrn S. gern näher kennenlernen. Böse Sprüche, gefühlskalte Kommentare und zynische Ansichten muss man sich hart erarbeiten und Herr S. ist darin Meister. Was war nur in der Vergangenheit von Herrn S. schief gelaufen? Man bekommt es häppchenweise serviert. Immer wieder werden Rückblenden eingeschoben, so dass der Leser ganz langsam unter die Fassade schauen kann. Die Dialoge mit dem Cousin und der Mutter sind von witzig bis traurig und sehr emotional. Der Leser wird von dem Autor durch die breite Palette der Gefühlswelt geschickt. Gott sei Dank wird Patrick Hinz nicht kitschig (okay am Ende dann schon etwas). Er hat mich zum Lachen, aber auch zum Nachdenken gebracht. 

Für mich eine gelungene Geschichte, die gut unterhält und Spaß macht.

4 von 5 Sternen











Freitag, 27. Januar 2017

Kuschelflosse 3

"Kuschelflosse - Der knifflige Schlürfofanten Fall" 
von 
Nina Müller
 


erschienen am 23.01.2017
  cbj audio Verlag
ISBN: 9783837138146
2 CD = 1 Stunde 43 Minuten
 Sprecher: Ralf Schmitz  ab 4 Jahren  


Inhalt:

Eines Tages steht ein großes Geschenk vor Kuschelflosses Haustür. Darin: Ein Schlürfofant! Schlürfi ist richtig lieb, aber er hat einen riesigen Appetit und saugt selbst Herrn Kofferfischs stinkige Socken sofort in seinen Rüssel ein. Eins ist klar: In Fischhausen kann Schlürfi unmöglich bleiben. Und so machen sich Kuschelflosse und seine Freunde auf, um Schlürfis Eltern zu finden


Meine Meinung:

Wieder einmal abtauchen in die phantastische Unterwasserwelt von Kuschelflosse, Sebi, Emmi und Herrn Kofferfisch. 
Und auch diesmal wartet eine große Überraschung auf sie und nicht nur das, nein es kommt noch zu einer abenteuerlichen Reise. Die Geschichte von Nina Müller ist unterhaltsam, witzig und etwas spannend. Nicht zu viel, damit die Kleinen keine Angst bekommen, aber doch ausreichend, um für absolute Ruhe zu sorgen. Die Charaktere kennt man schon und auch diesmal sind sie wieder liebenswert und witzig. Die vielen kleinen Geräusche, das Blubbern und Schmatzen sorgen dafür, dass die Geschichte noch bunter und fröhlicher wird. 

Selbst ältere Kinder haben sich die Geschichte gern angehört und waren begeistert von den Figuren und der lustigen Stimme von Ralf Schmitz.

Wir freuen uns schon auf das nächste Abenteuer mit Kuschelflosse & Co.

5 von 5 Sternen







Montag, 23. Januar 2017

Isabel Abedi erzählt von Samba tanzenden Mäusen, Mondscheinkarussellen und fliegenden Ziegen

"Isabel Abedi erzählt von Samba tanzenden Mäusen, Mondscheinkarussellen und fliegenden Ziegen" 
von 
Isabel Abedi


 erschienen am 14.09.2015
Der Hörverlag
ISBN: 9783844519136 
1 CD = 1 Stunde 25 Minuten
 

Inhalt:

Isabel Abedi, die Erfinderin von Lola und Lisbeth, kann eines besonders gut: Geschichten erzählen. Zum Beispiel vom Piratenpapagei Paparatzi, von Natalie und ihrem fliegenden Teppich oder vom Bär im Schafspelz. Und natürlich spielen auch Samba tanzende Mäuse, ein Mondscheinkarussell und sieben fliegende Ziegen eine große Rolle. Also: Psst, schön leise sein und die Ohren gespitzt, wenn Isabel Abedi uns alle mitnimmt auf die große Geschichtenreise!

Mit eigens für das Hörbuch komponierter Musik von Eduardo Macedo.



Meine Meinung:


Viele lustige und spannende Geschichten kann man hier erhören. 
Mich haben sie zwar nicht alle Geschichten angesprochen, aber bei den Kindern kamen die Geschichten gut an. Witzigerweise musste ich an anderen Stellen als sie lachen. Die Fantasie wird ordentlich angeregt, denn es sind schon teilweise sehr wilde, bunte und skurrile Figuren dabei. 

Isabel Abedi haucht ihren Figuren schnell Leben ein, denn die Geschichten sind recht kurz. Es wird nicht langweilig und wenn dann aber doch die Konzentration nachlässt, kann man gut zwischendurch anhalten ohne etwas zu verpassen. Ich war gespannt wie die Musik sein wird und wurde hier etwas enttäuscht. Denn die Musiksequenzen sind sehr kurz gehalten. Hier wäre es schön gewesen, wenn man etwas mehr davon eingebaut hätte. Dann wären die Übergänge zwischen den (nicht zusammenhängenden) Geschichten größer gewesen, eine gute Verschnaufpause für das Kind und das Gehirn.

Trotzdem haben uns die meisten Geschichten gefallen und wir konnten uns gut amüsieren.

4 von 5 Sternen

Dienstag, 17. Januar 2017

Das geheime Manuskript des Hermann Freytag

"Das geheime Manuskript des Hermann Freytag" 
von 
Henrik B. Nilsson


erschienen am 11.10.2016
  btb Verlag
ISBN: 9783442713882  
 544 Seiten


Inhalt:

Wien im Jahre 1910. Hermann Freytag, pensionierter Verlagslektor, wird von seinem ehemaligen Verleger gebeten, mit dem Erfolgsautor Boris Barsch an dessen neuen Buch zu arbeiten. Barsch akzeptiert keinen anderen, denn es ist Freytag, dem es in all den Jahren gelungen ist, seine stets sehr unfertigen Manuskripte in Form zu bringen und damit der Stimme des Autors zu ihrem vollen Klang zu verhelfen. Widerwillig nimmt Freytag diesen letzten Auftrag an, da taucht plötzlich ein gewisser Herr Signori auf. Er weiß etwas über das Manuskript, das es zu politischem Sprengstoff macht. Ein gefährliches Spiel beginnt, bei dem es am Ende um Leben und Tod geht.


Meine Meinung:
 
Ich gebe auf. Das erste Buch, welches ich in 2017 abgebrochen habe. Leider konnte mich die Geschichte nicht einfangen und begeistern. Die Hauptfigur Hermann Freytag wurde mir nicht sympathisch und so quälte ich mich durch die Seiten. Der Schreibstil ist nicht meins. Es kam kein Schwung in die Geschichte, sondern plätscherte leider recht belanglos durch die Seiten. Die Figuren wirkten steif und wenig ansprechend. Vielleicht wollte damit der Autor auch die Zeit, in der die Geschichte spielte, widerspiegeln. Ich weiß es nicht.
Doch jetzt ist Schluß, da es noch viele schöne und hoffentlich spannendere Bücher gibt, werde ich meine rare Lesezeit nicht weiter diesem Buch widmen, da mich mittlerweile auch das Ende nicht mehr interessiert.

Schade.

1 von 5 Sternen