Dienstag, 16. August 2011

Isla Schwanenmädchen

"Isla Schwanenmädchen" von Lucy Christopher




ISBN 9783551520173
304 Seiten
erschienen am 01.09.2011
bei Carlsen









Inhalt:

Jedes Jahr warten wir auf sie. Sie kommen, wenn es kalt wird. Papa sagt, sie kündigen Wundervolles an. Wir stehen ganz früh auf und beobachten, wie sie über dem See kreisen, im Wasser landen und dann weiterziehen. Sie sind so schön und stolz - und auch ein bisschen unheimlich. Aber in diesem Jahr ist gar nichts wundervoll. Papa muss ins Krankenhaus, weil er was Schlimmes am Herzen hat. Und ein einzelner Schwan bleibt einfach auf dem See zurück, ganz allein. Irgendwas stimmt nicht mit ihm, so wie bei Papa. Wenn ich es schaffe, dass der Schwan wieder fliegt und seine Familie findet, vielleicht wird Papa dann ja wieder gesund ...

Meine Rezension:

Isla (gesprochen: Eila) und ihr Vater beobachten am liebsten Schwäne, die sich in Schwärmen sammeln und dann durch die Lüfte schweben. Aber immer wieder muss Isla feststellen, dass dem Vater die Ausflüge nicht guttun. Was hat er? Und warum sagt er nichts? Bei einem Ausflug bricht er neben Isla zusammen und ist kaum ansprechbar. Er wird in ein Krankenhaus gebracht und dort stellen die Ärzte ein Herzproblem fest. Für Isla und ihre Familie beginnt das bange Warten und Zittern. Jeden Tag ins Krankenhaus und hoffen, dass die Ärzte etwas Neues sagen. Im Krankenhaus lernt Isla einen Jungen kennen. Harry, rote Haare und dünn, freundet sich mit ihr an und sie verbringen nun viel Zeit zusammen auf der Kinderkrebsstation. Sie schwärmt von den Schwänen und erfährt von einem Schwanenweibchen unten am See. Neugierig entdeckt sie sie und für beide ist es "Liebe" auf den ersten Blick. Sofort fasst das Schwanenweibchen Vertrauen und Isla besucht es immer wieder. In der Schule haben sie zudem ein Projekt zum Thema "Fliegen". Isla muss sich etwas dazu einfallen lassen.

Ein teilweise bedrückendes, aber auch interessantes Buch über Familienbanden, Krankheiten und Schwäne. Die zwei Krankheiten (Herz und Krebs) beherrschen neben dem Schwan das Buch. Immer wieder werden die Ängste und Hoffnungen von Isla, Jack und ihrer Mutter beschrieben. Aber auch die Freude und Faszination an den Vögeln und der Kraft, die daraus geschöpft werden kann.

Trotz des schweren Themas ein gut zu lesendes Buch, welches nie den Optimismus und die Hoffnung verliert.

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