Samstag, 15. Oktober 2011

Die Nachhut

"Die Nachhut" von Hans Waal


ISBN 9783938442432
332 Seiten
erschienen am
bei Plöttner Verlag Leipzig







Inhalt: 

Als der letzte Büchsenöffner abbricht, kommt es in einem geheimen Bunker nahe des Autobahndreiecks Wittstock zur Meuterei: Nach mehr als 60 Jahren unter der Erde ist die eiserne Disziplin von vier alten Männern der Waffen-SS endgültig erloschen und sie beschließen den Ausstieg. Ans Tageslicht treten vier schwer bewaffnete Gespenster der Vergangenheit. Verfolgt von begeisterten brandenburgischen Neonazis, gejagt von Ärzten und der Polizei und begleitet von Fernsehleuten, die zunächst die große Story wittern, bevor sie das ganze Drama der verstörten Opas begreifen, schlagen sie sich durch das wiedervereinte Deutschland bis in die „Reichshauptstadt“ vor.

Hans Waal erzählt diese raffiniert konstruierte Geschichte aus drei Perspektiven, die zugleich unseren Umgang mit der Vergangenheit symbolisieren: der Tagebuch-Perspektive eines alten Nazis, der einer enagierten Politikerin aus dem 68er-Milieu und der eines jungen Kameramannes.

Meine Rezension:

Schuld war der Büchsenöffner, dass vier Altnazis den Weg aus ihrem Bunker an die Erdoberfläche wagen und nun das gesamte Ausmaß des Krieges erleben müssen/dürfen. Die Herren leben noch völlig in ihrer Ideologie und für sie ist der Zweiten Weltkrieg noch nicht abgeschlossen und so ziehen sie nun los zum Führerhauptquartier und das über 60 Jahre nach Ende des Krieges. Waal beschreibt die Begegnungen zwischen dem Gestern und dem Heute mit viel Ironie und Satire. Das Buch zu lesen, lohnt sich schon für den bissigen Humor im Umgang mit dem Thema.

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