Montag, 17. Oktober 2011

Frostnacht

"Frostnacht" von Arnaldur Indridason


ISBN 9783785715932
395 Seiten
erschienen am
bei Lübbe







Inhalt:

Ein offenbar kaltblütig ausgeführter Mord lässt den Menschen in Island das Blut in den Adern gefrieren mehr noch als die eisigen Stürme, die in diesem ungewöhnlich kalten Winter über die Insel im Nordatlantik hinwegfegen: Ein kleiner Junge isländisch-thailändischer Abstammung wird erstochen aufgefunden. Im eigenen Blut am Boden festgefroren. Wie kann es zu einem derart grausamen Mord kommen? Wer bringt so etwas fertig? Die Ermittlungen von Erlendur, Sigurður Óli und Elinborg von der Kripo Reykjavík konzentrieren sich zunächst auf das direkte Umfeld des Kindes: die Lehrer, die Mitschüler und die Angehörigen. Je mehr sie dabei in Erfahrung bringen, desto tragischer erscheint der Tod des kleinen Jungen. Kommissar Erlendur Sveinsson ermittelt in seinem siebten Fall, der ihm auch aus persönlichen Gründen schwer zu schaffen macht ...

Meine Rezension:

"Frostnacht" erzählt die Geschichte von Sunee und ihren beiden Söhnen Elias und Niran. Sie zieht von Thailand nach Island in der Hoffnung auf ein besseres Leben. In Island heiratet sie einen Isländer und bekommt mit ihm Elias. Niran kommt erst später aus Thailand nach. Er kann sich jedoch nicht in die isländische Gesellschaft einfügen und erlernt auch kaum die Sprache. Seine Eltern lassen sich bald darauf scheiden und sie müssen nun allein zurecht kommen. Doch dann wird Elias tot aufgefunden und Niran ist verschwunden. War es Fremdenhass? Ein Kindermörder?

Arnaldur Indridason beschreibt in "Frostnacht" eher die Probleme eines kleinen stolzen Volkes, welches Angst hat seine Identität durch Ausländer zu verlieren als einen Krimi. Die Auflösung des Mordes an Elias rutscht hier in den Hintergrund und stellt eher die Gesellschaftsstudie "Island" in den Vordergrund.

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