Samstag, 22. Oktober 2011

Und da kam Frau Kugelmann

"Und da kam Frau Kugelmann" von Minka Pradelski


ISBN 9783627001230
254 Seiten
erschienen am
bei Frankfurter Verlagsanstalt/PRO







Inhalt:

Überraschend erhält Zippi die Nachricht, daß ihre kürzlich verstorbene Tante Halina ihr ein altes Fischbesteck vererbt hat. Sie reist nach Tel Aviv, um ihr Erbe selbst in Empfang zu nehmen. Kaum angekommen, da klopft es an der Tür ihres Hotelzimmers: Eine freundliche ältere, vor allem sehr dicke Dame bittet darum, eingelassen zu werden. Bella Kugelmann, so stellt sie sich vor. Zippis ungeduldiger Versuch, sie abzuwimmeln, schlägt fehl. Aber dann beginnt Frau Kugelmann zu erzählen: von ihrer Jugend im polnischen Bedzin, von Eltern und Verwandten, Schulfreunden, dem schönen Adam und der stolzen Polin, von Fettauge, von Gonna und Kotek dem Kätzchen, vom noblen jüdischen Fürstenberg-Gymnasium, dem trickreichen Mantelverkäufer Teitelbaum, den starken Bachmanns. Es herrscht ein pulsierendes, sorgloses, scheinbar völlig unbeschwertes und fröhliches Leben in dieser Kleinstadt, so kurz bevor die Deutschen Polen überfielen und das Grauen begann.

Elke Heidenreich in Lesen!, 06. September 2005

"Das ist wunderschön – können wir Ihnen sehr empfehlen!" "Zippy merkt, ihre Eltern hatten eine glückliche Lebensgeschichte – sie waren einmal Kinder! Nicht nur eine Lagergeschichte, sie haben auch einmal gelebt, sie waren verliebt. Dass das alles zusammengehört – das ist wunderschön!" "Frau Kugelmann sagt einmal, seinen eigenen Kindern kann man sowas nicht erzählen, man muss es fremden Kindern erzählen. Wir sind auch die fremden Kinder, die durch solche Bücher ganz viele großartige Dinge erfahren."

Meine Rezension:

Ein leises Buch, was von Freundschaften, Liebe und Krieg erzählt. Frau Kugelmann erzählt der Erbin eines unvollständigen Fischbesteckes die Geschichte ihrer Stadt vor und während des Krieges. Die Auseinandersetzungen mit der Religion und den Einmarsch der Nazis werden ebenso leise dem Leser erzählt, wie die Liebesgeschichten der Städter. Ein empfehlenswertes Buch...das Leben der jüdischen Bevölkerung im Zweiten Weltkrieg einmal anders...aber auch mit der harten Realität.

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