Sonntag, 11. Dezember 2011

Weiberfrühstück

"Weiberfrühstück" von Renée Karthee


ISBN 9783548281995
320 Seiten
erschienen am  
bei Ullstein Taschenbuch Verlag







Inhalt:


Der eine bricht die Ehe. Der andere den Ellenbogen, als er vor der schönen Nachbarin Männchen macht. Solche Typen braucht kein Mensch. Die Freundinnen Ellen und Margaux hauen ab. Plötzlich hat das Leben wieder einen anderen Duft. Es riecht nach Freiheit und Abenteuer und dem teuren Aftershave eines Leinwandstars. Manchmal muss man nur zwei Worte sagen, um aus einem langweiligen Film großes Kino zu machen: und tschüs!

Meine Rezension:
Renée Karthee kramt in ihrem Buch alle mögliche Klischees über lange Ehen, Midlife-Crisis und Neuanfänge heraus. Sie packt diese in eine Geschichte über Ellen, Kai, Margaux und Tamara und deren Beziehungen.

Worum geht’s?

Ellen ist glücklich. Sie hat einen Mann und einen Sohn und ein ruhiges geregeltes Leben. Sie glaubt alles wäre in Ordnung und auch für ihren Mann wäre sie die Nr. 1. Doch dann zieht Tamara in das Haus ein. Sie wohnt nun genau gegenüber und ist zudem noch eine Ex-Freundin von Kai. Sie sieht supergut aus und lässt Ellen wie ein Pummelchen (Trampel) wirken. Tamara lässt die Hormone des 50jährigen Kai`s tanzen und sorgt somit für Missstimmung im Hause Kohlmey. Denn auf einmal beherrscht Kai die handwerklichen Dinge, die jahrelang ein Problem waren. Die geplante (und geplatzte) Geburtstagsfeier und der gebrochene Ellenbogen bringen das Fass zum Überlaufen, denn Ellen muss feststellen, dass ihr Mann auch ganz gut lügen kann.

Sie packt ihre Tasche und fliegt zu ihrer Freundin in die USA. Dort erlebt sie ihre Freiheit und das „wilde“ Leben als (Fast-)Single. Immer wieder wird sie jedoch von Bedenken und Schuldgefühlen geplagt, aber nichtsdestotrotz genießt sie die Auszeit von Haus, Mann und Midlife-Crisis. Das Ende verrate ich mal nicht, obwohl man es sich sehr leicht denken kann.

Der Anfang des Buches war gut und hat Spaß gemacht, aber mit dem Flug in die USA wird das Buch (für mich) immer langweiliger, da ich die Geschichte zu sehr an den Haaren herbeigezogen empfand. Das Ende zieht sich und dann wird es so richtig klischeehaft, dass man sich fast mit Jonas zusammen schämen möchte. Schade, dass die witzigen Momente von den langatmigen und teilweise doch sehr unrealistischen Momenten überlagert worden.

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