Dienstag, 6. März 2012

Bretonische Verhältnisse

"Bretonische Verhältnisse" von Jean-Luc Bannalec


ISBN 9783462044065
308 Seiten
erschienen am 01.03.2012 
bei Kiepenheuer & Witsch 



















Inhalt:

Ein unwiderstehlicher Krimi aus der hochsommerlichen Bretagne Im malerischen Künstlerdorf Pont Aven wird an einem heißen Julimorgen der Besitzer des berühmtesten Hotels am Platz brutal erstochen aufgefunden. Kommissar Dupin, eingefleischter Pariser und zwangsversetzt ans Ende der Welt, übernimmt den Fall und stößt in der bretonischen Sommeridylle auf ungeahnte Abgründe...

Meine Rezension:

Die Geschichte spielt in Frankreich - Bretagne. Wer schon einmal dort war, weiß, dass die Menschen aus diesem Gebiet etwas eigen sind (besonders Fremden gegenüber). Nicht unfreundlich, aber auch nicht sonderlich herzlich. Misstrauisch und immer mit einem wachen Auge auf den Fremden. 

Auch der Kommissar Dupin wird genau beobachtet, obwohl er schon eine ganze Weile, um nicht von Jahren zu sprechen, in der Bretagne lebt, aber in den Augen der Einheimischen wird er wohl ewig der Pariser bleiben.

Strafversetzt von einer Metropole in die Pampa kam schon häufiger in der Welt der Kommissare vor und so wurde auch Dupin strafversetzt. Er hat sich damit arrangiert und fühlt sich eigentlich auch wohl am Meer mit dem ganz eigenen Charme und Klima.
Die Geschichte ist nicht neu…ein alter und in der Gegend sehr geschätzter Mann wird ermordet aufgefunden. Ihm gehörte das „Künstlerhotel“, welches unter anderem auch Gauguin beherbergt hat. Keiner hat etwas gesehen, keiner weiß etwas und Feinde hatte er angeblich auch keine. Doch warum musste er sterben? Kurz darauf stirbt eine weitere Person aus diesem Kreis und die Einheimischen haben langsam Angst um ihren Tourismus und ihr Ansehen. Der Kommissar gerät immer mehr unter Druck und muss nun endlich den oder die Mörder finden.

Die Eigenschaften des Kommissars sind auch nicht neu. Etwas mürrisch und unnahbar, immer wieder im Clinch liegend mit Kollegen, sehr gern auch mit der Spurensicherung und eher ein Querulant als ein Mitläufer. Und doch schätzen ihn die Kollegen, denn sein Spürsinn und seine etwas ungewöhnliche Vorgehensweise kommen irgendwie immer zum Ziel. Er lässt gern mal die Kollegen einfach im Gespräch stehen und reagiert auch nicht wirklich auf ihre Fragen. Sehr speziell, doch nicht unsymphatisch.

Die Ähnlichkeit zu anderen Kommissaren ist recht hoch, doch sollte man dem "Neuen" eine Chance geben, denn die Gegend ist schön und wird auch gut beschrieben (wie ein kleiner Urlaub beim Lesen) und vielleicht entwickelt sich ja die Figur noch weiter….ich werde schon einmal ein kleines Plätzchen im Bücherregal für ihn reservieren.





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