Freitag, 19. Oktober 2012

Schweigeminute

"Schweigeminute" von Siegfried Lenz


ISBN 9783455320602
Audio CD
gelesen von Konstantin Graudus
3 CDs
erschienen am 01.05.2008 
bei Hoffmann und Campe





Inhalt:

Stella Petersen war zweifellos eine der beliebtesten Lehrerinnen am Lessing-Gymnasium. Ihre Lebensfreude, ihre Intelligenz und Belesenheit verschafften ihr die Anerkennung und den natürlichen Respekt des Kollegiums wie den ihrer Schüler. Und gewiss führte die Liebe zu ihrem Schüler Christian, die über das ungleiche Paar am Ende der Sommerferien hereinbrach, zu jener Verwirrung der Gefühle deren Intensität und Kraft beide überwältigt. Siegfried Lenz hat eine großartige Novelle geschrieben über die Liebe eines Gymnasiasten zu seiner Englischlehrerin, eine Geschichte über das Erwachsenwerden und das Erwachsensein, eine Geschichte, in der unbeschreibliches Glück neben tief empfundener Trauer steht.

Meine Rezension: 

Ich fange mit der schönen und angenehmen Stimme von Konstantin Graudus an. Er hat die Novelle gelesen und hat dies auch aus meiner Sicht sehr gut gemacht. Die Stimme hat mich durch die Zeit getragen - die Geschichte nicht.

Eine Lehrerin und ihr Schüler, keine neue Geschichte, aber ich dachte aus der Feder des bekannten Siegfried Lenz wird sie schon gut werden. Doch leider hat sie mich nicht gepackt. Die Figuren wirken fad und sprachen mich nicht an. Stella war nicht zu greifen. Manches Mal habe ich mich gefragt, warum sagt sie dies oder jenes und leider gab es keine Antwort und auch Christian war nicht spannend. Man merkte fast nichts von der Liebe zwischen den beiden Menschen...sie war so flach und emotionslos, dass man an der Liebe schon zweifelte. Die Gedanken von Christian waren so ausgereift und manchmal kompliziert, dass es schon nicht mehr glaubhaft wirkte. Er ist 18 Jahre alt und dachte wie ein Erwachsener mit Lebenserfahrung (besonders in Beziehungen). Er wirkte zu glatt, zu klug und viel zu kontrolliert für einen jungen Gymnasiasten, der seine Lehrerin heimlich liebt. 

Durchgehalten habe ich, weil ich wissen wollte, warum die Lehrerin stirbt (ich verrate hier nichts, denn damit fängt die Geschichte an). Insgesamt war ich enttäuscht. 
Vielleicht habe ich doch die Messlatte zu hoch angesetzt....Schade.

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