Montag, 11. Februar 2013

Nur die Stärksten überleben

"Nur die Stärksten überleben" von Helene Uri


ISBN 9783492051149
429 Seiten
erschienen am 13.03.2008 
bei Piper 














Inhalt: 

Pål Bentzen ist ein glücklicher Mann: Er hat sich eine Forschungsstelle am renommierten Institut für Sprachwissenschaft erkämpft und mit seiner ehrgeizigen Kollegin Nanna eine verheißungsvolle Affäre begonnen. Nanna arbeitet an einem vielversprechenden Projekt, und Pål unterstützt sie nach Kräften. Dass sie in der Öffentlichkeit über ihre Beziehung Stillschweigen bewahrt, stört ihn kaum. Eines Tages stößt Pål im Kopierraum auf einen Text der angesehenen Professorin Edith Rinkel. Vieles darin kommt ihm irgendwie bekannt vor. Hat die Professorin ihre Thesen womöglich aus Nannas Arbeit gestohlen? Helene Uris Campus-Roman entlarvt die dunklen Seiten der nicht immer ganz so hehren Welt der Wissenschaft und erzählt dabei vom Kampf zweier ungewöhnlichen Rivalinnen.





















Meine Rezension:

Pål macht endlich die Karriere, die er sich schon immer gewünscht hat. Er arbeitet an einem renomierten Institut für Sprachforschung und kann sich seiner Forschung und Lehre hingeben. Er weiß von den Gerüchten, den Neid unter den Kollegen und besonders gegenüber Edith Rinkel. Sie wird geachtet wegen ihrer sehr guten Leistungen, aber auch gemieden aufgrund ihres schwierigen Charakters. Sie arbeitet am liebsten allein und ohne großen Kontakt zu den Kollegen, die sie nicht braucht. Sie braucht nur ab und an eine gute Affäre mit einem Studenten und ein Paar sehr gute Schuhe. 

Und dann gibt es noch Nanna, jung, gutaussehend, ehrgeizig und fordernd.Sie schafft es, dass Pål wieder ins Stocken gerät und seinen Ehrgeiz (fast) vergisst. Zusammen werden sie ein Projekt bearbeitet, dass es in sich hat und wenn es klappt, wird es einiges in der Welt der Sprachwissenschaften ändern. Pål gerät durch die beiden Frauen in einen Strudel, den er erst spät (zu spät) erkennt. 

Helene Uri hat einen interessanten und phasenweise sogar spannenden Roman über das Campusleben geschrieben. Da sie selbst an einer Universität in Norwegen promoviert hat, wirkt die Geschichte sehr realistisch und nachvollziehbar. Wer selbst einmal an einer Uni oder ähnliches gearbeitet hat, wird Parallelen finden, die teils erheiternd, teils erschreckend sind. Der Schreibstil ist sehr gut und flüssig (kein Wunder, da Helene Uri Sprachwissenschaftlerin ist). 

Es macht Spaß das Buch zu lesen und in diese kleine intrigante Welt einzutauchen, denn man weiß, dass man jeder Zeit wieder auftauchen und sie hinter sich lassen kann.

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