Freitag, 19. April 2013

Zu Grabe


"Zu Grabe" von Daniela Larcher


erschienen am 01.09.2011
Fischer Taschenbuch Verlag
ISBN 9783596182862
336 Seiten














Inhalt:

An der altehrwürdigen Wiener Alma Mater Rudolphina-Universität wurde Professor Vitus Novak ermordet. Und ausgerechnet Leander Lorentz, ein Freund von Chefinspektor Otto Morell, soll ihn umgebracht haben. Novak war Archäologe und einer von mehreren Ausgrabungsteilnehmern in Syrien, die nach dem sagenumwobenen Schatz des Alulim suchten. Einer der Teilnehmer kehrte seinerzeit von dieser Expedition nicht zurück und gilt seither als verschollen. Hat diese Ausgrabung etwas mit dem Mord an dem Professor zu tun? Morell eilt seinem Freund zu Hilfe und stößt auf ein Netz von Intrigen, Korruption und Verrat.

Meine Rezension: 

"Zu Grabe" ist das zweite Buch von Daniela Larcher, welches ich mit Begeisterung gelesen habe. 

Chefinspektor Otto Morell hat sich gerade von dem letzten aufregenden Fall "Die Zahl" erholt und so langsam kehrt wieder die Ruhe und der eigene (langsamere) Rhythmus ein, da erreicht ihm ein Anruf. Nina Capelli braucht Hilfe, besser: ihr Freund Leander Lorentz braucht sie. Er wird verdächtigt Professor Novak ermordet zu haben. Also packt Chefinspektor seine Tasche und reist zurück in sein altes Revier von Landau nach Wien. Auf der Fahrt fällt ihm wieder ein, warum er Wien verlassen hat und eigentlich auch nicht wieder so schnell zurückkommen wollte. Nina Capelli unterstützt ihn bei der Suche nach dem Mörder und je tiefer sie graben, desto brenzliger wird es für beide. Sie stoßen auf eine Expedition nach Syrien vor vielen Jahren. Die Ausgrabungen waren nur bedingt erfolgreich und es scheint ein Fluch über den Teilnehmern zu liegen. Bisher haben sie ihre Erinnerungen verdrängt und begraben. Doch nun wird die Schlinge immer enger und sie müssen sich mit der Vergangenheit auseinandersetzen. 

Ein Bestattungsinstitut, eine alte Nachbarin mit einem verteufelt guten Strudelrezept, ein verlorener Sohn spielen ebenfalls eine wichtige Rolle in diesem verworrenen Fall.

Und zu Hause bei Morell? Der junge Kollege hat es nicht leicht. Er muss sich um die Pflanzen kümmern, den verwöhnten Kater versorgen und genau da liegt das Problem. Der Kater verschwindet und so ist nicht nur in Wien eine Ermittlung im Gange, sondern auch in Landau. 

Daniela Larcher hat einen guten Krimi aus der Hauptstadt Österreichs geschrieben. Den Chefinspektor konnte ich mir bildlich sehr gut vorstellen. Ein Genussmensch, der es so garnicht mag, gehetzt zu werden. Aber ein kluger Kopf und etwas eigenwillig und mit einem seltsamen Antrieb (Strudelrezept), aber hartnäckig im Fall unterwegs. Seine Bestatterphase fand ich amüsant geschrieben und unterhaltsam. Daniela Larcher hält die Spannung bis zum Schluss und schafft so einen interessanten Krimi, der auch eine gute Portion Humor enthält und den man gern mal an einem verregneten Wochenende oder am Strand lesen kann ;-).



Kommentare:

  1. Oh...diese österreichische Autorin kenne ich ja noch gar nicht! Schande über mich als Österreicherin! Wer mich gleich schlau machen! Deine Rezi klingt ja shcon sehr vielversprechend!
    Liebe Grüße
    Martina

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  2. Daniela Larcher hat bisher zwei Bücher veröffentlicht. Ich würde empfehlen, dass man mit dem ersten Buch anfängt, um den Chefinspektor Morell "richtig" kennenzulernen. Viel Spaß.

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