Mittwoch, 14. August 2013

Der Mann im Park

"Der Mann im Park" von Pontus Ljunghill



erschienen am 12.08.2013
  Heyne Verlag
ISBN 9783453268388
560 Seiten

Was passiert?

Ein herausragendes Debüt - fesselnd, originell und stilistisch brillant.Die achtjährige Ingrid wird ermordet aufgefunden. Kommissar John Stierna verspricht der verzweifelten Mutter, den Mörder zu finden. Jahre später hat Stierna dem Kriminaldienst den Rücken gekehrt. Doch der Mord an der kleinen Ingrid hat sich in sein Gedächtnis gefräst. Als ihn ein Journalist kontaktiert, der über den Fall schreiben will, entflammt Stiernas Spürsinn erneut. Was ist damals wirklich passiert? 

Stockholm 1928: Auf einer verlassenen Werft wird die achtjährige Ingrid Bengtsson grausam zugerichtet aufgefunden. Der Fall sorgt für Aufsehen, und der junge Kommissar John Stierna wird mit den Ermittlungen betraut. Es beginnt die Jagd nach einem Mörder, der so gut wie keine Spuren hinterlassen hat. Doch Stierna ist sich seiner Sache sicher, und er verspricht der verzweifelten Mutter des Mädchens, den Mörder ihrer Tochter zu finden. 

Gotland 1953: John Stierna hat dem Kriminaldienst den Rücken gekehrt. Den Mord an der kleinen Ingrid hat er jedoch niemals vergessen, und als er von einem Journalisten kontaktiert wird, der an einem Artikel über spektakuläre Mordfälle arbeitet, beginnt Stierna sich erneut mit dem Fall zu beschäftigen. Doch die Zeit drängt, in wenigen Tagen verjährt der Mord an dem Mädchen, und der Täter könnte für immer entkommen.


Meine Meinung: 

 Krimi, Schweden und Vergangenheit...alles Faktoren, die einen spannenden und unterhaltsamen Krimi versprechen. Ich war sehr gespannt auf dieses Debüt. 

Für ein Debüt fand ich es okay, wenn es auch nicht an Mankell, Edwardson & Co. herankommt. Es fehlte noch der letzte Schliff, die Würze für einen richtig guten Krimi. Schon am Anfang kam ich nicht so richtig gut in die Geschichte hinein. Es holperte etwas und die Figuren waren nicht so richtig greifbar. Der Kommissar John Stierna hatte leider nicht so die Ausstrahlung, die ich mir gewünscht hatte. Auch die anderen Figuren blieben etwas farblos und konnten nur schwer mitreißen. 

Die Geschichte an sich ist nicht schlecht. Es geht um einen Mord an einem jungem Mädchen. 1928 versucht der Kommissar Stierna mit allen Mitteln den Mörder zu finden. Man muss sich bei der Beschreibung der Ermittlungen immer wieder daran erinnern, dass die Geschichte im Jahr 1928 spielt. Kein Hightech, keine Computeranalysen, keine Vernetzung und kein Internet, alles noch mühsame Handarbeit, die mir leider etwas zu sehr ausgeschmückt wurde. 
Auch die Sprünge zwischen 1928 und 1953 fand ich nicht ganz so gelungen. Die Geschichte zog sich etwas und man wartete einfach nur darauf, dass man endlich die Identität des Mörders erfährt. Man weiß die ganze Zeit, dass der Mord 1928 nicht aufgelöst wird und durch die Gedankeneinschübe des Mörders kennt man auch seine Beweggründe, aber es geht nicht voran. 1953 versucht der mittlerweile pensionierte Kommissar noch einmal die Akte neu zu deuten und erzählt einem Journalisten von dieser Geschichte. Dadurch hatte ich erwartet, dass die Geschichte an Schwung und Dynamik gewinnt, aber leider bleibt sie ziemlich emotionslos und langsam.

Ich fand die Idee der Geschichte gut, aber die Umsetzung (Spannung, Charaktere) ist noch nicht so optimal.  

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