Sonntag, 19. Januar 2014

Bretonische Brandung

"Bretonische Brandung" von Jean-Luc Bannalec


erschienen am 18.04.2013 
Goldmann Verlag
ISBN 9783442479283
352 Seiten



















Inhalt:

Zehn Seemeilen vor Concarneau: Die sagenumwobenen Glénan-Inseln wirken mit ihrem weißen Sand und kristallklaren Wasser wie ein karibisches Paradies – bis eines schönen Maitages drei Leichen angespült werden. Das hat Kommissar Dupin gerade noch gefehlt: eine wackelige Bootsfahrt am frühen Morgen, ein nervtötender Präfekt, zu wenig Kaffee und keinerlei Anhaltspunkte. Wer sind die Toten? Wurden sie Opfer des heftigen nächtlichen Unwetters? Zuerst deutet alles darauf hin. Doch dann führen die Ermittlungen den Kommissar tief in die Geschichte der Inseln und ihrer eigensinnigen Bewohner und bringen eine dramatische Gewissheit ans Licht.



























Meine Meinung:

Beim zweiten Fall von Kommissar Dupin hatte ich Anlaufschwierigkeiten. Ich brauchte ein paar Seiten, um den Charakter des Kommissars wieder aufzunehmen und mich in der Landschaft zurecht zu finden. Nachdem ich die vielen kleinen Inselchen auf der Landkarte im Internet mir angeschaut habe, konnte ich der Geschichte und den vielen Bootsfahrten besser folgen. Kommissar Dupin hat sich kaum verändert - er geht weiterhin seinen ganz eigenen Weg, um die Fälle zu lösen. Nicht immer stößt er dabei auf Gegenliebe und schon gar nicht bei seinem Vorgesetzten (den er häufig ignoriert und warten lässt). Denn dieser ist in diesem Fall irgendwie mit involviert oder doch nicht? Dupin bekommt noch immer als "Fremder" (also als Pariser in der Bretagne) misstrauische Blicke zu geworfen und muss sich die Antworten auf seine Fragen hart erarbeiten. Doch mittlerweile weiß er, wie er die Menschen "packen" muss, um zu seinem Ziel zu kommen. Doch auch dieser Fall wird alles andere als einfach. Denn nicht nur die Inselbewohner sind nur wenig zur Kommunikation bereit, auch die Verstrickungen mit dem Festland, der Politik und dem Geld bereiten Probleme. Dazu kommt noch ein starkes Unwetter, welches den Kommissar an die Insel fesselt.

Nach einem etwas zähen Einstieg wurde der Krimi immer besser und las sich zum Ende sehr flüssig. Die Zusammenhänge werden nur langsam freigegeben und so tappt man eine Weile durch das Dunkel und staunt doch ab und zu, wie der Kommissar zu seinen Schlussfolgerungen kommt. 

Spannend, interessant und gut verstrickt, ist auch diesmal die Bretagne und ihr Kommissar.


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