Mittwoch, 1. Januar 2014

Das Verstummen der Krähe

"Das Verstummen der Krähe" von Sabine Kornbichler


 
erschienen am 01.08.2013
Piper Verlag
ISBN 9783492302036
448 Seiten


Inhalt:
Kristina Mahlos Auftrag als Nachlassverwalterin hat es in sich. Eine Verstorbene vererbt ihr beträchtliches Vermögen ihren fünf besten Freunden, jedoch unter der Bedingung, dass es gelingt, den Mord aufzuklären, für den ihr Mann einst verurteilt worden war. Kris will den Fall ablehnen, doch dann entdeckt sie in der Wohnung der Toten einen Hinweis auf ihren eigenen Bruder Ben, der vor Jahren spurlos verschwand. 


Meine Meinung: 

Kristina Mahlos Auftrag ist mehr als nur Nachlass zu verwalten. Sie muss sich mit der Vergangenheit und den Lügen der Erben beschäftigen und wird zudem immer wieder mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert. Ihr Bruder Ben taucht bei der Suche nach einem Mörder immer wieder auf und so kommt ihre eigene Familie nicht zur Ruhe. Auch Bedrohungen und Druck können Kris und ihre Mitarbeiterin Fulda auf der Suche nach der Wahrheit nicht stoppen.

Sabine Kornbichler hat einen sehr gut zu lesenden Schreibstil. Sie beschreibt Figuren und Räumlichkeiten so gut, dass man sich schnell ein Bild im Kopf schaffen kann. Ihre Hauptfiguren sind symphatisch und realistisch. Sie zeigen Schwächen und Stärken, so wie man sie aus dem eigenen Alltag kennt. Immer wieder verschafft sie dem Leser mit kleinen liebevollen Szenen eine kurze Verschnaufpause, um dann wieder in die Suche abzutauchen. Ihre Geschichte hat viele kleine Wendungen und Nebenwege, die sie spannend macht. Immer wieder hat man das Gefühl zu wissen, wer es war und dann kommt doch wieder eine Aussage, ein Foto oder ein Zeuge, die die Suche von Neuem starten lässt. Die Autorin erzählt aber nicht nur einen Krimi, sondern auch eine Familiengeschichte, die den Krimi jedoch nicht abschwächt, sondern nur interessanter gestaltet. Auch der Freundeskreis von Kris wird näher beschrieben und auch hier tauchen kleine Geheimnisse und Ungereimtheiten auf, die den Leser neugierig machen. Nicht alles erfährt man und so steigert die Autorin die Spannung und das Interesse an den nachfolgenden Band. 

Insgesamt ist dies ein sehr guter, spannender Start in eine neue Krimi-Serie.


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