Donnerstag, 16. Januar 2014

Die Mutter des Erfolgs

"Die Mutter des Erfolgs - Wie ich meinen Kindern das Siegen beibrachte" 
von Amy Chua




erschienen als Taschenbuch am 01.05.2012
dtv Verlag (meine Ausgabe ist von Bertelsmann)
ISBN 9783423347228 
256 Seiten

Inhalt:

Tigermütter wollen sicherstellen, dass ihre Kinder erfolgreich und selbstbewusst sind. Das hatte auch Amy Chua vor. Es wurde geradezu zur Obsession für sie. In dem Rückblick auf ihr Leben als Mutter beschreibt sie souverän, selbstkritisch und durchaus auch komisch, wie ihre Familie damit umging. Man liest mit gemischten Gefühlen und steigendem Interesse. Und fängt an, auch über die eigenen Vorstellungen und Einstellungen nachzudenken.

Meine Meinung:

Nach diesem Buch war ich erstmal schockiert über die chinesische Erziehung. 
Amy Chua erzählt hier ihre Geschichte. Wie sie und ihr Mann (aber im Vordergrund steht Amy) ihre Töchter Sophia und Louisa (Lulu) zu erfolgreichen Menschen erziehen will. Sie erklärt den Unterschied zwischen der westlichen (und aus ihrer Sicht verweichlichten) und der chinesischen (harten und strengen) Erziehung. Es ist teilweise so anders zum eigenen Denken, dass man vor lauter Staunen einfach weiterlesen muss. Immer wieder erwischte ich mich wie ich kopfschüttelnd weiterblätterte, aber das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Ich war entsetzt, wenn sie schrieb, dass sie ihre Kinder bis zur Erschöpfung anschrie und stundenlang zum Üben zwang, ihnen keine Freundinnen erlaubte oder Hobbies, die aus ihrer Sicht nichts bringen. 

Ich war erstaunt über den fanatischen Ehrgeiz der Mutter, was sie auf sich nahm, um ihre Töchter zu fördern, zu motivieren und zu den Besten zu erziehen. Amy Chua schreibt sehr direkt und deutlich, welche Kämpfe sie mit ihren Töchtern geführt hat. Teilweise werden ganze Dialoge widergegeben, was das Ganze noch verständlicher macht. Sie schreibt aber nicht nur sehr offen über ihre Erfolge, sondern auch wie sie scheitert und immer wieder an ihre eigenen Grenzen stößt. Trotz der Strenge, die sie gegenüber ihren Kindern walten lässt, kann man auch herauslesen, wie sie ihre Kinder liebt und nur das Beste für sie möchte. 

Das Buch lässt sich sehr gut lesen und fesselt auf seine ganz eigene Weise den Leser. Ich fand es sehr interessant, auch wenn es nicht meinen Vorstellungen von Erziehung entspricht (da bin ich wohl doch das westliche Weichei ;-)). 


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