Sonntag, 30. März 2014

Der Todeszauberer

"Der Todeszauberer"
 von 
Vincent Kliesch



349 Seiten Blanvalet Verlag
erschienen am 13.04.2011
ISBN 9783442374939


 Inhalt:

Sie suchten den Mann fürs Leben - und fanden einen Mann zum Sterben.
Eine verstümmelte Frauenleiche wird ans Havelufer geschwemmt, und Hauptkommissar Julius Kern steht vor einer neuen Herausforderung: Siebzehn Frauen hat der so genannte Schläfenmörder bereits getötet, und die Opfer haben nur eines gemeinsam - eine Schlagwunde an der rechten Schläfe. Inmitten der schwierigen Ermittlungen erhält Kern einen anonymen Brief von einem alten Bekannten: Tassilo Michaelis, freigesprochener Massenmörder und Kerns Erzfeind, scheint Informationen zu besitzen, die Kern auf die Fährte des Schläfenmörders führen könnten. Doch er verlangt dafür einen hohen Preis.


 Autor:



Vincent Kliesch wurde in Berlin geboren. Nach dem Abitur machte er eine Ausbildung zum Restaurantfachmann und arbeitete danach mehrere Jahre in der Gastronomie. Dabei entstand auch die Idee zu seinem ersten Thriller Die Reinheit des Todes, der auf Anhieb zu einem großen Erfolg wurde. Wenn Vincent Kliesch nicht schreibt, steht er als Moderator und Stand-Up-Comedian auf der Bühne. Der Filmpark Babelsberg, in dem er täglich das Publikum unterhält, sowie der legendäre Quatsch Comedy Club sind nur zwei Stationen seiner Laufbahn als Entertainer. 


Meine Meinung:

 Der Covertext klang spannend, interessant und die Geschichte spielte zudem noch in Deutschland. Die Hauptfiguren von Vincent Kliesch sind mit Ecken und Kanten und vielen Narben aus der Vergangenheit. Der Hauptkommissar Julius Kern kämpft gegen die Verbrechen in der Stadt und um die Aufmerksamkeit und Beziehung zu seiner Tochter. Durch seine Arbeit vernachlässigt er sie immer wieder und bereits einmal hat seine Frau die Notbremse gezogen. Er weiß, dass er keine weiteren Chancen auf ein Familienglück bekommt, wenn er sich nicht ändert. Doch ausgerechnet jetzt kommt ein Serienmörder in die Stadt und setzt seine Serie fort. Nichts weiß man von ihm, keine Indizien, keine Spuren nur die grausamen Verbrechen und die Leichen der Frauen. Wer tötet die Frauen? Und warum?
Auch Tassilo, der freigesprochene Massenmörder, taucht wieder auf. Julius weiß, dass Tassilo nie seine Hilfe ohne Gegenleistung anbietet und so kommt es zu einem Treffen mit Folgen. Die Figuren sind spannend und vielschichtig. Sie lassen die Geschichte aufleben und schaffen eine angespannte Stimmung. Man hat das Gefühl die Anspannung und die Abneigung zu spüren. Man kann nur schwer das Buch aus der Hand legen, denn mit jeder weiteren Seite zieht es einen mehr in den Strudel des Serienmörders hinein. 

Wer ist der Schläfenmörder? Der Leser erfährt es schnell und kann nun beide Seiten verfolgen. Am Ende der Geschichte gewinnt der Schnellere und bis dahin werden viele blutige Szenen beschrieben, die für mich grenzwertig waren. Das ist für mich auch der einzige Kritikpunkt an diesem Buch. Mir waren die Verbrechen und das Vorgehen des Schläfenmörders zu blutig und zu detailiert beschrieben. Manchmal ist weniger mehr und hier hätte es gut gepasst. 

Ansonsten ein spannender und gut geschriebener Krimi mit Charakteren, die mit vielen Problemen zu kämpfen haben und im Leben stehen. 



  4 von 5 Sternen

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