Samstag, 31. Mai 2014

Neumond

"Neumond" 
von 
Daniela Larcher



erschienen am 12.12.2013
Fischer Verlag
ISBN 9783596192229
352 Seiten


Inhalt:

Im dichten Schneetreiben von St. Gröben sucht Chefinspektor Otto Morell ein Phantom. Der dritte Fall für Chefinspektor Otto Morell Dunkel ist es in einer Neumondnacht und gefährlich. Der kleine Patrick ist fest davon überzeugt, dass in dieser Nacht ein böser Tatzelwurm an seinem Fenster vorbeigeschlichen ist. Doch am nächsten Morgen findet man in der Selbstmörderschlucht keinen Wurm, sondern eine Leiche. Für Chefinspektor Otto Morell eine perfekte Ausrede, um nicht Skifahren zu müssen. Als kurz darauf ein Skelett in einer Höhle gefunden wird, stellen sich jedoch plötzlich ganz andere Fragen. Ein phantastisch spannender Fall für Chefinspektor Otto Morell in einer wahrlich gruseligen Umgebung. 



Meine Meinung:
Otto Morell will endlich einmal Urlaub machen. Zusammen mit seiner Valerie. Doch muss es denn unbedingt Skifahren sein? Was finden denn die Menschen an den Skipisten, den Schneewehen im Gesicht und vor allem an den Après Ski Bar mit schlechten Essen, der grausigen Musik und den betrunkenen Skifahrern ohne Deo? 
 
Und doch lässt er sich auf diesen Urlaub ein, weil nicht nur Valerie sondern auch Nina und Leander mitkommen. Ausspannen und die Zeit genießen und na, ja auch die Pisten unsicher machen. Obwohl er, Otto, schon selbst unsicher genug ist. Doch noch bevor er seine erste Piste hinunterrutschen kann, geschieht am Skiort ein Mord. Die örtliche Polizei ist hoffnungslos überfordert und bittet ihn um Hilfe. Für Morell fast schon ein Segen, denn nun hat er die Ausrede für das Fehlen am Hang. Er stürzt sich mit Freude in die Untersuchungen und muss ziemlich schnell feststellen, dass hier so einiges nicht stimmt. Dazu kommt noch der kleine Sohn der Gastwirtin, der den Tatzelwurm sieht. Auch eine Hexe soll ihr Unwesen im Wald treiben. Und das alles kommt verstärkt zur Neumondzeit auf. 

Daniela Larcher hat ihrem Inspektor Otto Morell wenig Spaß gelassen und lässt ihn zwischen Pest (Ski fahren) und Cholera (Mord aufklären) wählen. Da Otto nicht für sportliche Betätigungen bekannt, lässt er sich lieber auf den Mord ein. Und außerdem bäckt die Frau vom örtlichen Polizeimeister sehr guten Kuchen, der nicht zu verachten ist. Man könnte so entspannt seiner Arbeit nachgehen, wenn es nicht den jungen Polizeimeister gäbe. Dieser scheint nicht nur ein extrem hohes Redebedürfnis zu haben, sondern auch die Verstrickungen im Dorfe bestens zu kennen. Fast schon kann man meinen er ist auf irgendeinem Wege mit jedem im Dorfe bekannt oder verwandt. 

Der Krimi ist diesmal etwas düsterer als die beiden vorherigen Fälle, aber das hält Morell nicht ab zu ermitteln. Die Mischung aus Humor, polizeilichen Ermittlungen, Verwirrungen und Verstrickungen schaffen einen gut zu lesenden Krimi. Es gibt immer wieder Wendungen, die man so nicht erwartet hatte und selbst die polizeiliche Quasselstrippe wird zum fleißigen Ermittler. 

Morell schafft es wieder mit seiner Ruhe, dem etwas knurrigen Charakter und seiner Sportantipathie Sympathien zu sammeln und auszubauen. Die Kollegin Nina steht ihm in Nichts nach und so kann man sich ganz entspannt zurücklehnen und sie beobachten.
Ich werde Otto, Nina & Co. weiterbegleiten, denn Spaß hat’s gemacht.
 


4 von 5 Sternen

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