Dienstag, 10. Juni 2014

Die blinde Kommissarin

"Die blinde Kommissarin" 
von 
Patrizia Rinaldi



erschienen am 09.05.2014
  Ullstein Verlag
ISBN 9783548286136
224 Seiten

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Inhalt:

Hochsommer in Neapel. Blanca Occhiuzzi, Hauptkommissarin der örtlichen Polizei - schön, charismatisch und von Geburt an blind - wird immer dann gerufen, wenn ein Fall aussichtslos erscheint. Als der bekannte Musiker und Lebemann Vittorio Vialdi ermordet wird, gibt es viele, die ein Motiv haben. Zu viele. Ein Fall für Blanca und ihr besonderes Gespür für menschliche Abgründe. Lüge und Täuschung: Niemand macht der Kommissarin etwas vor. Diese Gabe bringt oft den Erfolg. In diesem Fall bringt sie Blanca jedoch in höchste Gefahr.



Meine Meinung: 

 Ich lese gern und viele Krimis. Neben den skandinavischen Krimis rangieren die italienischen recht weit vorn in meiner Beliebtheitsskala. Deshalb habe ich mich auch für diesen Krimi entschieden. Die Geschichte spielt in Italien und hat zudem noch eine neue und interessante Komponente – eine blinde Kommissarin. Ich war gespannt, wie Patrizia Rinaldi die Kommissarin ermitteln lässt.


Bereits nach den ersten Seiten wusste ich, dass es kein leichter Krimi wird. Die Charaktere waren (für mich) wenig sympathisch und auch der Aufbau der Handlungen war ungewohnt. Rinaldi hüpft zwischen den Figuren hin und her. Ich hatte Schwierigkeiten ihr zu folgen und verstand auch teilweise ihre Zusammenhänge nicht. Zudem lag der Fokus enttäuschenderweise gar nicht so sehr auf der blinden Kommissarin, sondern auf den Kollegen. Die Geschichte war zäh und wenig spannend, da zu viele Nebenschauplätze existierten und sie sich darin verlor. Es konnte sich keine Spannung aufbauen, da die Handlungen immer wieder unterbrochen wurden und Rinaldi abschweifte. Und warum nur, musste die Kommissarin jetzt schon die Affäre beginnen? Dies wäre ein guter Fortsetzungsstrang für weitere Folgen gewesen.

Die meisten italienischen Krimis haben einen leichten Grundton (wie z.B. Donna Leon), man spürt den italienischen Flair, die Wärme des Landes und der Menschen, die Gelassenheit und man kann förmlich den Espresso riechen. Die Fälle sind auch bei Leon nicht ohne, aber sie schafft es um die Geschichte ein gutes Gerüst zu bauen, welches den Leser begleiten und durchatmen lässt. Rinaldi hat dies leider nicht geschafft. Es kommt wenig beim Lesen von Italien und seinen Besonderheiten an. 

Ich habe mich aber tapfer durchgekämpft, immer in der Hoffnung, dass es doch noch spannend wird. Ich war sehr enttäuscht von diesem Buch und werde wohl auch in Zukunft die blinde Kommissarin allein ermitteln lassen. Schade.




1 von 5 Sternen 

Herzlichen Dank an den Ullstein Verlag und Blogg dein Buch für dieses Rezensionsexemplar!

Kommentare:

  1. Oh weh...das ist die zweite negative Rezi, die ich zu diesem Buch lese...hab aber auch erst zwei gefunden, was es nicht besser macht! Somit weiß ich, dass das buch wohl nicht auf meiner WL landen wird.
    LG Martina

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    1. Lesen ist ja auch Geschmackssache, aber dieses Buch hat mir halt wirklich nicht gefallen. Ich könnte es nicht empfehlen.

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