Mittwoch, 10. September 2014

Delikatessen

"Delikatessen" 
von 
Martin Walker




erschienen am 01.04.2013
 Diogenes Verlag
ISBN 9783257242508
 416 Seiten
  
Inhalt:
 Savoir vivre : Archäologische Funde zeigen, dass man schon vor 30 000 Jahren im Périgord gut leben konnte. Aber der Tote, auf den man bei neuen Grabungen stößt, stammt eindeutig aus dem falschen Jahrhundert und weist alle Spuren eines Gewaltverbrechens auf.
Meine Meinung:


Ach, Bruno, wie gern habe ich deine ersten drei Fälle gelesen. Doch was ist passiert? Warum war der vierte Fall nicht so toll? Schlägt dir das Thema auf den Magen? 
Gänsestoffleber ist doch eine Delikatesse in Frankreich und wird dort fast schon zelebriert, aber trotzdem gibt es Menschen, die diese traditionelle Speise nicht mögen und nun dagegen ankämpfen. Aber deshalb zu schwächeln?


Der vierte Fall hat mich nicht so richtig mitgerissen. Ich mag den Chef de police nach wie vor, aber diesmal hat er mir einen zu großen Heiligenschein von Martin Walker verpasst bekommen. In seinem kleinen Revier werden die Gänse und Enten losgelassen, Leichen ausgegraben, terroristische Pläne geschmiedet und alte Gefühle wiederbelebt. 
Bruno hat zu tun und doch wirkt er nie gehetzt und meistens entspannt. Er hat Zeit sich um die Tiere zu kümmern, mit Freunden zu essen (schöne Beschreibungen der Gerichte) und für Ruhe zu sorgen. Obwohl er diesmal selbst hintergangen wird, kann man kaum den Anstieg des Pulses spüren. So richtig Wut und Zorn spürt man nur bei der Schlüsselszene mit seinem Hund. 

Ich fand Bruno diesmal etwas zu nett, zu friedlich und zu sehr auf heile Welt gestimmt. Auch die anderen Figuren wirkten etwas blass und weniger ansprechend als in den vorherigen Büchern. Seine etwas verworrene Gefühlswelt mit Isabell und Pamela ist auch diesmal Thema und wird auch in den nächsten Büchern weitergehen, da sich hier Martin Walker immer ein kleines Türchen offen lässt. 


Ich lese gerade den fünften Fall von Bruno, Chef de police und hoffe, dass er hier wieder mehr Spannung und weniger heile Welt zeigt. 


3 von 5 Sternen

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen