Montag, 23. Februar 2015

Die Nacht des Zorns

"Die Nacht des Zorns" 
von 
Fred Vargas





 
erschienen am 01.03.2012
Lübbe Audio
6 CD = 439 Minuten
ISBN 978 3 7857 4700 1


Inhalt:

Ein jahrhundertealter Mythos führt Kommissar Adamsberg in die dunklen Wälder der Normandie. Ein Heer aus Schattengestalten soll dort wüten und ungesühnte Verbrechen strafen. Lina, eine junge Frau aus der Normandie, hat es jüngst in der Nacht über den Waldweg reiten sehen. Und nicht nur das: Die Reiter hatten vier Menschen in ihrer Gewalt, deren Tage der Legende nach gezählt sind. Und tatsächlich dauert es nicht lange, bis das erste Opfer des Wütenden Heeres stirbt. Adamsberg ist überzeugt, dass sich jemand der mittelalterlichen Sage bedient, um ungestört zu morden. 





 Meine Meinung:


Fred Vargas Adamsberg mag man oder nicht. Etwas dazwischen wird es wohl nicht geben.
Ich habe mich mit den Büchern anfangs etwas schwer getan und bin dann deshalb gern auf die Hörbücher umgestiegen. Und genau hier hat es so richtig gefunkt. Adamsberg und seine ganz eigene Art sind als gesprochene Geschichte viel besser zum Vorschein gekommen als in gedruckter Form. 

In "Die Nacht des Zorns" muss Adamsberg sich wieder einem Fall widmen, der eine ganze Familie betrifft. Anfangs zieht es sich ein wenig, doch wer Fred Vargas kennt, weiß das es notwendig ist und vorallem das es sich lohnt, durchzuhalten. Um die Gedankengänge von Adamsberg zu verstehen, benötigt man die vielen kleinen Details und Informationen, die scheinbar wirren Gedankenspiele, den kleinen Exkurs in die Geschichte von Frankreich zum wütenden Heer und der Figuren. Fred Vargas hat wieder Figuren geschaffen, die man sich gut vorstellen kann. Einige mag man, andere nicht und doch faszinieren alle auf ihre Art und Weise, aber an Adamsberg, Danglar und Violet Betancourt kommt keiner ran. Für Betancourt gabe es diesmal leider nur einen kleinen Einsatz und doch hat sie die Geschichte trotz des traurigen Themas belebt. Vargas lässt zudem immer wieder den kleinen feinen Humor und vor allem die Menschlichkeit durchblitzen und schafft es so, die Geschichte interessanter und spannender zu machen. 

Und genau deshalb dürfen Adamsberg & Co. auch weiterhin in meinem Auto ihre Ermittlungen durchführen.




5 von 5 Sternen


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