Freitag, 13. März 2015

Der Preis der Treue

"Der Preis der Treue" 
von 
Diane Brasseur




erschienen am 01.04.2015
dtv Verlag
ISBN 9783423260695
 176 Seiten


Inhalt:

Seit einem Jahr lebt ein vierundfünfzigjähriger verheirateter Pariser Anwalt im emotionalen Ausnahmezustand: Er hat sich in die deutlich jüngere Alix verliebt. Was mit spielerischer Leichtigkeit begann – wiederentdeckte flirrende Erotik, der Reiz des Doppellebens, der Flirt mit einem Neubeginn –, wird mit der Zeit zu einer wachsenden Belastung. Sein Dilemma: Er ist nicht nur verrückt nach Alix, mit der er sich endlich wieder rundum lebendig fühlt, er liebt auch seine Frau. Eines Morgens zieht er sich in sein Arbeitszimmer zurück, in der festen Absicht, endlich eine Entscheidung zu treffen.  


Meine Meinung:

 Ein Mann, der fremd geht, seine Frau und die Familie betrügt und sich dann auf gut 176 Seiten Gedanken darüber macht. Was erwartet man dann?

Reue? 
Einsicht? 
Klare Worte? 
Irgendetwas in der Art, aber in diesem Buch wird der Leser leider nur von recht flachen und langatmigen Gedankengängen eines älteren Anwalts unterhalten. Seine Familie wird anonymisiert, seine Geliebte hat als einzige Figur in dieser Geschichte einen Namen erhalten. Das Doppelleben, welches der Anwalt führt, ist bereits sehr ausgewachsen. Seit fast einem Jahr führt er es und sucht nun die Antwort auf seine Frage "Worauf warte ich?". 

Ich bin enttäuscht von diesem Buch, auch wenn mir der Schreibstil gut gefallen hat, die Geschichte fand ich nur fad und ereignislos. Ein Buch, welches man schnell wieder vergisst, weil es einen nicht berührt oder ergreift bzw. zum Nachdenken anregt. Die angesprochene dramaturgische Spannung habe ich nicht gefunden und war am Ende leider froh, dass das Buch nicht so viele Seiten hatte. 
Schade.
 


 2 von 5 Sternen

1 Kommentar:

  1. Ich werde das Buch nicht vergessen - es ist blau :-) Ich finde das Cover echt toll! Die Frage, worauf er wartet, ist gut. Ich denke, auf eine Entscheidung. Ihm wäre es am liebsten, wenn eine der beiden Frauen ihn verlassen würde. Dann wäre er zwar nicht glücklich, aber... er muss für nichts die Verantwortung tragen...

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