Montag, 9. März 2015

Die Zerrissenen

"Die Zerrissenen" 
von 
Stephanie Fey



 
erschienen am 09.02.2015
Heyne Taschenbuch
ISBN 9783453417601
490 Seiten


Inhalt:


Der dritte Thriller rund um die Münchner Rechtsmedizinerin und Gesichtsrekonstrukteurin Carina Kyreleis! Bevor die Münchner Rechtsmedizinerin und Gesichtsrekonstrukteurin Carina Kyreleis auf einen Unbekannten stößt, der Frauenleichen ausgräbt, obduziert sie den Ex-Kollegen ihres Vaters, der erhängt in seiner Zelle aufgefunden wurde. Kriminalhauptkommissar Matte Kyreleis glaubt fest daran, dass Kurt Krallinger ermordet worden ist, und sieht Parallelen zu RAF-Terroristen, deren angebliche Selbstmorde ähnliche Ungereimtheiten aufweisen. Unter dessen kämpft Carina gegen Panikattacken und fühlt sich verfolgt. Zu recht, denn jemand will unbedingt verhindern, dass die Wahrheit ans Licht kommt.


Meine Meinung:

"Die Zerrissenen" ist der dritte Fall von Carina Kyreleis.  Für mich war es das erste Buch von Stephanie Fey und ihrer Protagonistin. Fey erwähnt zwar immer wieder einzelne Punkte aus den vorherigen Fällen, aber leider recht dies nicht, um wirklich hinter die Geschehnisse und Gefühle zu steigen. Ich hatte ab und an schon meine Probleme, die Zusammenhänge zu den alten Fällen zu erkennen. Zudem waren es, aus meiner Sicht, zu viele Figuren und Handlungsstränge, die das Nachvollziehen der Handlung etwas erschwerten. Jedoch kann genau dies daran liegen, dass ich die ersten beiden Fälle nicht gelesen habe.  

Fey baute sehr viele Fakten aus der aktiven Zeit der RAF in die Geschichte ein und brachte somit ein brisantes Thema der vergangenen Jahre wieder zum Vorschein. Die Protagonisten waren gelungen und auch glaubwürdig, so dass man sich recht gut hineinversetzen konnte. Die Verknüpfungen waren geschickt gemacht und nur langsam zeigten sich die Verbindungen. Das trübe und nasse Wetter, welches die Autorin bewußt gewählt hatte, verdeutlichte noch einmal mehr die bedrückende Stimmung und die Angespanntheit der Figuren. Aber trotzdem schaffte sie es durch kleine Sticheleien und liebevollen Worten bzw. Gesten zwischen den Charakteren (Vater/Tochter) die Stimmung nicht völlig zu verdüstern, sondern immer wieder einen kleinen positiven Funken zu setzen.  

Der Schreibstil von Stephanie Fey hat mir gut gefallen und so konnte man das Buch auch zügig lesen. Das Ende hat mich etwas irritiert und mit einem Fragezeichen zurückgelassen. Scheinbar wird es auch keinen weiteren Band geben, denn die Autorin schreibt hier von einer Trilogie. Insgesamt fand ich das Buch gut geschrieben und interessant, jedoch empfiehlt es sich die Reihenfolge einzuhalten, um der Handlung besser folgen zu können.


4 von 5 Sternen

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen