Samstag, 21. März 2015

Tod an der Bastille

"Tod an der Bastille"
 von 
Alexandra von Grote






Seiten: (ca.) 436
eBook

dot.books Verlag
erschienen im März 2015
ISBN 9783955208448




Inhalt:

Er beobachtet sie. Über Tage, über Wochen. Er kennt jeden ihrer Schritte. Dann schlägt er zu. In den engen Gassen nahe der Bastille treibt ein Serienmörder sein Unwesen. Bereits drei junge Frauen sind ihm zum Opfer gefallen. Unerkannt gelangt er an die Tatorte und verschwindet im Dunkel der Nacht, ohne eine Spur zu hinterlassen. Seine Tarnung ist perfekt. Für Kommissar LaBréa beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn der nächste Mord ist nur eine Frage von Stunden.


Die Autorin:

Alexandra von Grote ging in Paris zur Schule und machte dort das französische Abitur. Sie studierte in München und Wien Theaterwissenschaften und promovierte zum Dr.phil.
Nach einer Tätigkeit als Fernsehspiel-Redakteurin im ZDF war sie Kulturreferentin in Berlin.
Seit vielen Jahren ist sie als Filmregisseurin tätig. Sie schrieb zahlreiche Drehbücher, Gedichte, Erzählungen und Romane. Ihre Romanreihe mit dem Pariser Kommissar LaBréa wurde von der ARD/Degeto und teamWorx Filmproduktion verfilmt.
Alexandra von Grote lebt in Berlin und Südfrankreich. 

(http://www.dotbooks.de)

 

Meine Meinung:

 Kommissar LaBréa aus Paris wird gern in der Presse mit Commissario Brunetti aus Donna Leons Werken verglichen. Ich habe beide Kommissare kennengelernt und finde sie beide interessant und charmant, aber nicht wirklich ähnlich. Bei beiden Autorinnen steht nicht nur der aktuelle Fall im Mittelpunkt, sondern auch das Privatleben der Kommissare. 
Auch Kommissar LaBréa hat, wie Brunetti, eine Familie. Jedoch ist er verwitwet und lebt mit seiner minderjährigen Tochter in einer schönen Wohnung in Paris. Er hat eine beginnende Liebesbeziehung zu einer Nachbarin (wer den Anfang der Beziehung wissen möchte, muss den vorherigen Fall lesen) und immer wieder auch Zweifel. 

Den Fall von LaBréa fand ich sehr spannend und gut konstruiert. Lange wusste man nicht, wer hinter den Morden steckt und warum er diese Mordlust hat. Beide Seiten kommen in der Geschichte zu Wort und so kann der Leser sowohl die Gedanken und das Leben des Mörders verfolgen als auch die fieberhafte Suche der Polizei nach ihm. Die Charaktere sind gelungen und glaubhaft und auch die Streitigkeiten zwischen den Polizisten und die Eigenheiten der einzelnen Figuren waren gut ausgearbeitet und interessant. Immer wieder blitzte der Humor durch, so dass der Fall nicht zu düster wurde. 

Einzig das Ende hat mir nicht so gut gefallen. Es zog sich und irgendwie kam hier die Autorin nicht zum Ende. Insgesamt war der Krimi trotzdem gelungen, interessant und spannend. Der nächste Fall darf gerne kommen und zwei charmante Kommissare (LaBréa/Brunetti) kann die Bücherwelt gut vertragen :-). 

4 von 5 Sternen 

Vielen Dank an dot.books für das Rezensionsexemplar. 

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