Samstag, 22. August 2015

Die Tarzan-Therapie

"Die Tarzan-Therapie" 
von 
Pascale Graff


http://www.digitalpublishers.de/wp-content/uploads/2015/07/dp_Tarzan_gutsch_sabine_200.jpg 


erschienen am 15. August 2015
ISBN: 9783945298138
330 Seiten
eBook
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Inhalt:


Haben wir nicht alle schon einmal den Drucker angefeuert, wenn er wieder endlos Farbpatronen ausrichtet; Unseren Computer angeschnauzt, wenn das Herunterladen schier ewig dauert; Oder die Kaffeemaschine angefleht, doch bitte nicht ausgerechnet zum Frühstück den Betrieb zu verweigern? Also ist die Kommunikation mit unbelebten Gegenständen streng genommen doch gar nicht exorbitant beängstigend oder schädlich. Gut, man sollte nicht verschweigen, dass es in Martins Fall, einen feinen, kleinen Unterschied gibt. Wahrscheinlich haben Ihnen Drucker, Computer oder Kaffemaschinen niemals geantwortet und erst recht keine Ratschläge erteilt, die ihrem Liebesleben auf die Sprünge helfen sollen. Aber alles schön der Reihe nach.

Martin Weber, 35 Jahre, ein echt netter Kerl! Nur leider weder Til Schweigers noch Matthias Schweighöfers Zwillingsbruder. Statt Alpha- Tier eher ein Z-Tierchen, arbeitet der schüchterne, unauffällige Dauersingle im Wortsparmodus als Ingenieur. Aus Bequemlichkeit wohnt er mit seinem Vater in einer stattlichen Frankfurter Villa, die außer ihrer Bestlage noch mit Original-Tapeten aus den 70ern auftrumpfen kann. Seine heimliche Leidenschaft ist Nina – seine Kollegin; und ein heimliches Hobby. Als sein Vater den überraschenden Entschluss fasst, in ein Seniorenwohnheim umzuziehen, zündet Martins spärliche Aktivierungsenergie. Wäre dies nicht der perfekte Zeitpunkt, jetzt alles anders zu machen und die Weichen völlig neu zu stellen? Warum nicht einfach seine angebetete Kollegin Nina fragen, ob sie ihre Vermieterprobleme lösen möchte, indem sie zu ihm in eine Art „Zweck-WG“ zieht?


 Meine Meinung:


Ach, ja.. so eine kleine leichte Sommer-Liebeskarussel-Lektüre für den Liegestuhl kann schon etwas Feines sein. Leider trifft dies nicht bei diesem Buch zu. 
Pascale Graff bemüht sich sehr alle Klischees in die Geschichte zu packen, aber es funktioniert nicht so richtig. Es will kein Funke überspringen, der Witz und der Charme fehlen, die Figuren sind wenig ansprechend. Es gibt (mal wieder) einen "Looser", die Angebetete, die auf Macho- und Karrieremänner steht, natürlich ein kleines Aschenputtel und den Karrieremann. Leider hebt sich keine Figur ab. Sie wirken alle blaß und farblos und werden bereits nach kurzer Zeit langweilig, da ihre Reaktionen und Handlungen fast schon vorhersehbar sind. Man bekommt das Gefühl, die Geschichte schon einmal irgendwo gelesen zu haben. 

Martin ist frustriert über sein Leben, seine nicht erwiderte Liebe und den Job....der Leser nach 100 Seiten auch. Da nützt auch kein Handy, das Gabriella heißt und sprechen kann. Auch die vielen rrrrr in den Wörtern helfen nicht darüber hinweg, dass es eine zähe Geschichte ist. Die Tipps, die Gabriella gibt, sind altbacken und wenig hilfreich, aber gut...es ist auch bloß ein Handy, wer darauf hört....bleibt wohl ewig Single. 

Wenn der Inhalt der Geschichte nicht neu ist, muss sie wenigstens dynamisch und kurz und knackig sein, damit man Spaß beim Lesen hat. Aber leider schafft es die Autorin nicht, die 70er Jahre Tapete runterzureißen und etwas Frisches und Witziges zu präsentieren. Im Gegenteil die Geschichte schleppt sich über die Seiten und am Ende war ich froh, dass es vorbei war. Schade, aber manchmal ist weniger dann doch mehr.

1 von 5 Sternen

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