Freitag, 7. August 2015

Hummer zum Dinner

"Hummer zum Dinner" 
von 
Helen Fielding





erschienen am 01.07.2000
Goldmann Verlag
ISBN: 9783442446872
 413 Seiten



Inhalt:

Rosie Richardsons Affäre mit dem Fernsehmoderator Oliver Marchant ist nur von kurzer Dauer, denn Oliver kennt in Wahrheit nur eine Leidenschaft: sein eigenes Ego. Rosie zieht sich aus der Welt der High Society zurück, um ein Flüchtlingscamp in Afrika zu leiten. Als eine Heuschreckenplage die Region bedroht, greift Rosie zu verzweifelten Mitteln - sie wendet sich an die Medien. Leider folgen nicht nur einige wohlmeinende Prominente ihrem Hilferuf, auch Oliver höchstpersönlich kommt angereist. Peinlichkeiten und Pannen nehmen unaufhaltsam ihren Lauf.


 Meine Meinung:

Ich hatte das Buch ewig auf meinem SUB liegen und nun endlich ist es gelesen. Zuerst musste ich feststellen, dass weder der Titel noch das Coverbild zum Text passen. Auch der Covertext suggeriert eine andere  Geschichte. Anfangs stimmt es noch überein, jedoch wird die Geschichte zur Mitte zu immer trauriger, düsterer und beklemmender. Satire gibt es reichlich, manchmal ist es schon Zynismus und doch passt es zum Geschehen. 

Es ist bedrückend, traurig und das Schlimmste, man weiß, dies gibt es wirklich. Die Hungersnöte, die Menschen auf der Flucht, das Sterben, die Insektenplage und die überforderten Hilfsorganisationen. 
Es hat wenig mit Helen Fieldings Vorgängerbüchern (Bridget Jones) zu tun. Vielleicht steckt etwas Bridget in Rosie, jedoch nur anfangs und schon bald wächst die Figur der guten alten Bridget über den Kopf, denn diese darf sich weiterentwickeln und auch Kritik üben.

Das Buch hat mich mit einem beklemmenden Gefühl zurückgelassen. Man muss manchmal die etwas längeren Phasen der Zähheit überwinden, um dann wieder auf recht gute Passagen zu stoßen. Helen Fielding schafft es leider nicht durchgehend eine gute Spannung und den Humor zu halten, aber die Geschichte und der Gedanke dahinter sind gut. 

 



3 von 5 Sternen

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