Mittwoch, 21. Oktober 2015

Buskaschi oder Der Teppich meiner Mutter

 "Buskaschi 
oder 
Der Teppich meiner Mutter" 
von 
Massum Faryar



erschienen am 18.05.2015 
Random House Audio
ISBN 9783837130720 
3 mp3-CD = 25 Stunden und 40 Minuten


Inhalt:

Schaer kehrt nach Afghanistan zurück, um seine alte Mutter zu besuchen. Nach und nach fördert er ihre Geschichte zutage, die eng mit der Historie seines Landes verwoben ist. Der kostbare Teppich seiner Mutter dient ihm als Erinnerungsstütze. In seiner Mitte zeigt er den afghanischen Reiterwettkampf Buskaschi und liefert Schaer das Leitmotiv für seine Erzählung.

Stephan Benson liest Faryars Epos eindrucksvoll und lebendig – eine Familiensaga wie geschaffen fürs Hören, die zu Herzen geht.


Meine Meinung:

Eine große umfassende und blumige Familiengeschichte, die in ein Land entführt, welches man selten im positiven Licht sieht, hört oder liest. 

Afghanistan.

Vorweg, wer sich an dieses Hörbuch wagt, muss über 25 Stunden Zeit haben. Zeit für all die vielen bunten, ausschweifenden und sehr detaillierten Beschreibungen der Familie, der Traditionen und des Lebens. 

Der Autor packt so viele Personen, Orte und Erlebnisse in diese Geschichte, dass man zu tun hat ihm zu folgen. Es fiel mir schwer, mir die ganzen Namen und die Verwandtschaftsgrade zu merken. Leider hatte das Hörbuch kein Booklet mit einer kleinen Übersicht, was hier jedoch sehr hilfreich gewesen wäre.

Die Geschichte wird sehr opulent erzählt, d.h. der Autor erzählt nicht nur, sondern er malt Bilder für seinen Leser/Zuhörer und diese sind laut, bunt und exotisch. Sie sind sehr kraftvoll und beeindruckend, aber auch teilweise erschlagend und sehr ausschweifend. Häufig werden Figuren aus Sagen, alten Geschichten des Landes und zahlreiche Metaphern verwendet. Wer sich (wie ich) nicht so gut mit der Geschichte des Landes auskennt, könnte hier Probleme beim Nachvollziehen und Verstehen bekommen. Gerade in der Mitte des Hörbuches hatte ich ein kleines Tief, da ich die vielen Details nicht mehr aufnehmen konnte. Ich empfand es fast schon als anstrengend, obwohl mich gerade die ganzen Informationen über das Land, das Leben der Menschen und der Politik sehr interessiert haben. 

Ich habe es nicht bereut mir die Zeit zu nehmen, um dieses Land, die Familie und die Traditionen kennenzulernen. Es hat dafür gesorgt, dass das Land von mir nicht mehr nur aus einem Blickwinkel gesehen wird. 

Wer große Familiengeschichten mit vielen Charakteren in blumiger Sprache geschrieben, mag, sollte hier zugreifen.

3 von 5 Sternen

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