Montag, 4. Januar 2016

Die Fructose-Falle

"Die Fructose-Falle" 
von 
Anna Cavelius 
und
Dr. med. Detlef Pape




erschienen am 21.12.2015
  Goldmann Verlag
ISBN 9783442221332
286 Seiten



Inhalt:


Kaum zu glauben, aber wahr. Fruchtzucker macht dick und krank. 
Hier die Fakten: Anders als Traubenzucker, stört Fruchtzucker die Fähigkeit des Körpers, den Blutzucker zu verarbeiten. Er schmeckt 2,5 mal so süß wie Glukose. 

Klingt gut, aber auf lange Sicht wirkt Fructosekonsum wie ein gewaltiger Störfaktor, der zum Stoffwechsel-Supergau führen kann. Das führt zu Insulinresistenz, Frühwarnsystem für drohenden Diabetes. Im Darm wird Fruchtzucker langsamer und schlechter resorbiert, vom Körper dafür sehr viel schneller in Körperfett umgewandelt. Fructose verursacht Entzündungsprozesse und belastet die Leber. 

Verführerisch süß, macht der Zucker aus Obst dick und krank. Klingt unglaublich. Klingt nach einer Substanz, die ihrer Gefährlichkeit wegen auf den Index gehört. Diätpapst Dr. med. Detlef Pape und Anna Cavelius klären auf und zeigen, wie dieses weiße Gift künftig vermieden werden kann. 

Mit ausführlichem Serviceteil: Welche Lebensmittel enthalten Fruchtzucker? Welche Alternativen gibt es? Wie ernähre ich mich fructosearm?


Meine Meinung: 

Wer die Diagnose Fruchtoseintoleranz (Fructoseunverträglichkeit) erhält, bekommt erstmal einen Schock, was man alles nicht mehr essen oder trinken darf/kann. Das Buch kann für den Anfang eine gute Hilfe sein, sich neu zu orientieren und vorallem zu verstehen, warum sich manches im eigenen Essverhalten ändern muss. Die Erklärungen sind teilweise sehr umfassend und man muss sich etwas konzentrieren, um den Ausführungen folgen zu können. Es lohnt sich jedoch, da man hier die Zusammenhänge gut erklärt bekommt. Es werden die Symptome beschrieben, die Wechselwirkungen und die gesundheitlichen Probleme, die auftreten können, aufgezählt. Die Autoren gehen zudem noch einmal auf andere Erkrankungen, die im Zusammenhang mit Fructose stehen, ein. Sie erläutern deren Verlauf und geben Empfehlungen bei Unsicherheiten.

In der zweiten Hälfte des Buches geben die Autoren Tipps und Handlungsempfehlungen, wie man seine Ernährung umstellt, um die Symptome zu lindern und den Darm zu sanieren.
Viele Lebensmittel müssen vom Einkaufszettel gestrichen werden und man muss lernen die Zutatenliste der Lebensmittel zu lesen und vorallem richtig zu deuten. Ich war z.B. erstaunt, wieviele Zuckerformen es gibt und vorallem hinter welchen Abkürzungen sie sich verstecken z.B. Isoglucose, Inulin, Raffinose, Melasse, Laevulose, Sorbit usw.. Auch Zuckerersatzstoffe z.B. Sorbit, Xylit, Maltose uvm. sind nicht für jeden Menschen verträglich. Das warum und weshalb wird hier kurz und gut erklärt. 

Die Rezepte, die zum Ausprobieren angeboten werden, sind gut nachzukochen. Jedoch muss man immer davon ausgehen, dass die Fructoseintoleranz sehr individuell ist und somit nicht jedes Rezept für jeden passt. 

Die Liste mit den Lebensmitteln mit wenig Fructose halte ich für zu kurz. Auch die Beschreibungen der Süßwaren z.B. Schokoriegel mit Keks und Karamell sind zu ungenau. Für den kurzen Überblick ist es in Ordnung, jedoch gibt es im Internet bessere und vorallem detailliertere Listen, die den Betroffenen helfen können.

Generell lohnt sich dieses Buch für Menschen, die ihre Ernährung ändern wollen und besonders für diejenigen, die sie ändern müssen, aber auch für die Familie und Freunde, um mehr Wissen über die Erkrankung zu erhalten und somit (hoffentlich) auch mehr Verständnis für die Betroffenen zu bekommen.

4 von 5 Sternen

Kommentare:

  1. Ja, Fructose macht fett und krank. Die zugesetzte Süße aus gesunden Früchten ist alles andere als gesund.
    Ein tolles und fructosefreies Süßungsmittel ist Reissirup, der die Zuckeraufnahme ins Blut verzögert.

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  2. Stimmt. Mit Reis-, Dinkel- und Hafersirup kann man gut Fructose & Co. ersetzen.

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