Freitag, 15. Januar 2016

Die Toten, die niemand vermisst

"Die Toten, die niemand vermisst" 
von 
Michael Hjorth/Hans Rosenfeldt




592 Seiten
erschienen am 01.07.2013 
Rowohlt Taschenbuch
ISBN: 9783499267017



Inhalt:


In den Bergen von Jämtland stürzt eine Wanderin ab. Sie überlebt doch vor ihr aus der Erde ragen die Knochen einer Hand. Die Polizei birgt kurz darauf sechs Leichen, darunter die zweier Kinder. Alle per Kopfschuss getötet. Als man Stockholm um Verstärkung bittet, reist Kommissar Höglund mit großem Tross in die Provinz. Doch die Ermittlungen stehen unter keinem guten Stern. Sebastian Bergman plagen private Probleme, Spannungen belasten das ganze Team. Und auch der Fall entpuppt sich als kompliziert. Die Identität der Toten gibt Rätsel auf, niemand scheint sie zu vermissen.

Meine Meinung:


Sebastian Bergman wird auch in diesem Buch nicht zum Symphatieträger Nr. 1, aber er ist weicher, menschlicher geworden. Die Morde, die nur sehr langsam aufgedeckt werden, sind es nicht. 
Wieder werden mehrere Handlungsstränge langsam miteinander verbunden und erst nach und nach versteht man die Zusammenhänge. Die Spannung verlor sich manchmal kurz, aber sie kam immer wieder. Ich fand die Geschichte an sich schon gut und die Entwicklung zwischen Sebastian und seiner Tochter interessant. Trotz des Vorschritts in seiner Gefühlswelt bleibt Sebastian auch ein Egoist, der seine Chancen nutzt und stets versucht seinen Willen durchzusetzen.
Die vielen kleinen bösen Kommentare zwischen den Kollegen lockerten die Geschichte auf, aber gaben auch einen kleinen Einblick in die brodelnde Gefühlswelt der schwedischen Polizisten. Das Ende schafft einen gelungenen Übergang zum nächsten Buch und lässt zudem noch ein paar Fragen offen.

Das schwedische Autorenpaar schaffte es wieder mich an einen dicken Krimi zu fesseln und neugierig auf den nächsten Band zu machen.




5 von 5 Sternen

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