Dienstag, 10. Mai 2016

Midlife Cowboy

"Midlife Cowboy"
 von 
Chris Geletneky







erschienen am 11.03.2016
Lübbe Verlag
ISBN 9783431039559
352 Seiten 
 Schau und kauf hier.


 Inhalt:


Peinlich, lächerlich, filmreif – der gnadenlose Absturz eines harmlosen Familienvaters.

Ein denkwürdiger Moment auf seinem Rasentraktor macht Tillmann klar, dass er in einer ausgewachsenen Midlife-Crisis steckt. Ja, er hat eine fantastische Frau und großartige Kinder, aber wann genau sind seine ambitionierten Jugendträume bloß zu diesem Spießerleben mit Fertighaus und Gartenteich mutiert?
 
Tillmann beschließt, sein altes Draufgänger-Ich aus dem sozialen Tiefschlaf zu holen und noch mal so richtig die Sau rauszulassen. Prompt schlittert er in eine Affäre, die ausgerechnet an seinem zehnten Hochzeitstag auffliegt und eine Lawine von Katastrophen lostritt, deren Höhepunkt ihn zum meist gehassten Menschen des Planeten macht. So hatte er sich sein neues Leben irgendwie nicht vorgestellt! Langsam dämmert ihm: Es wird Zeit für einen neuen Masterplan.



 Meine Meinung:


 Peinlich, lächerlich und filmreif...den ersten beiden Aussagen stimme ich voll und ganz zu.
Filmreif, nicht weil sie so gut war, sondern weil die Geschichte an manchen Stellen an einen (nicht so guten) amerikanischen Teeniefilm erinnert. 
Man muss eine bestimmte Form des Humors besitzen, um dieses Buch gut zu finden. Ich konnte nur an einigen Stellen lachen, bei den anderen humoristischen Einlagen war dann doch etwas mehr gähnen angesagt. Viele Szenen kennt man schon aus diversen Comedysendungen oder von anderen Büchern. 
Das Thema an sich ist ja schon nicht neu. Die berühmt-berüchtigte Midlife-Crisis der Männer ist ja bekannt. Sie kann mit lautem Getöse kommen und das Bestehende gut durcheinander wirbeln. So mancher Mann bereut schon bald, das alte Leben als langweilig, fad und eingefahren angesehen zu haben. 
So geht es dann auch dem Mann auf dem Rasentraktor und seinen Freunden. Die Ideen, die sie entwickeln, die Gedankengänge von Tillmann und seinem verzweifelten Versuch noch einmal die Sau rauszulassen, wirken so unbeholfen und peinlich, dass man manchmal lieber wegsehen möchte. Die Klischees werden hier reihenweise ausgepackt und abgearbeitet. Dabei übertreibt der Autor an manchen Stellen derart, dass es fast schon wieder absurd wird. Das Ende war sehr konstruiert und man wusste schon recht schnell wie die Geschichte ausgehen wird. Es gab kaum Überraschungen und daher auch nur wenig Spannung, was den Lesespaß etwas ausbremste.

Ich muss zugeben, dass ich das Buch nur auf den ersten Seiten witzig fand (versenkter Traktor). Einzig die Frau von Tillmann hatte über die gesamte Geschichte meine Sympathien, denn sie war wirklich cool und hatte Humor.
 

 3 von 5 Sternen


Vielen Dank an BloggdeinBuch und dem Lübbe Verlag für das Rezensionsexemplar.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen