Mittwoch, 6. Juli 2016

Leons Erbe

"Leons Erbe" 
von 
Michael Theißen
 



Inhalt:

Für Katja bricht eine Welt zusammen, als ihr Sohn Leon bei einem Autounfall ums Leben kommt. Es ist der zweite schwere Schicksalsschlag in kurzer Zeit. Erst vor sechs Monaten ist ihre Schwester spurlos verschwunden. Als Katja nach Leons Trauerfeier einen Anruf erhält, überschlagen sich die Ereignisse: Ein Notar ist im Besitz einer Kiste, die Leon seiner Mutter vererbt hat. Als Katja die Kiste öffnet, entdeckt sie darin ein Armband, das ihrer Schwester gehörte. Wie ist ihr Sohn in den Besitz dieses Armbandes gekommen? Und warum hat er es bei einem Notar hinterlegt? Was will Leon seiner Mutter aus dem Tod heraus damit sagen? Für Katja beginnt eine Suche nach der Wahrheit - nichtsahnend, dass sie damit die Tür zu einem dunklen Familiengeheimnis öffnet.


Meine Meinung:

Das Debüt von Michael Theißen ist schnell zu lesen. Man kommt gut durch die Geschichte, jedoch hat sie auch ihre Ecken und Kanten. 

Die Geschichte ist, aus meiner Sicht, noch nicht so richtig stimmig und rund. Die Hauptfigur Katja (Mutter von Leon) war nur schwer greifbar für mich. Sie versucht alles, um das Rätsel zu lösen und findet auch immer wieder Ansätze und Hinweise. Es wirkt zu konstruiert, wie sie vorgeht und dabei auch die Polizei außen vor lässt. Überraschenderweise kann ein Detektiv oder andere Personen nicht die Spuren finden, die sie entdeckt. Es ist nicht wirklich glaubwürdig, dass eine Frau, deren Sohn tot und der Mann schwerverletzt ist, so eine Recherche schaffen kann. Die Bausteine sind an sich nicht schlecht, nur fehlen die guten und glaubwürdigen Verbindungsstücke. Es wirkt irgendwie abgehackt bzw. nach einem bestimmten Schema abgearbeitet. Die anderen Figuren werden nur sehr wenig beschrieben und somit wirken sie recht blaß, während Katja leider die Geschichte zu sehr dominiert. 

Es wirkte auf mich wie ein zu schnell abgedrehter Actionfilm. Für ein Debüt vielleicht noch in Ordnung, aber das zweite Buch sollte flüssiger, logischer und vorallem realistischer sein. 

2,5 von 5 Sternen

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