Montag, 17. Oktober 2016

Aschenputtel

"Aschenputtel" 
von 
Kristina Ohlsson




erschienen am 26.10.2011 
Blanvalet Verlag
ISBN: 9783442375806
495 Seiten 
Inhalt:

Das Grauen beginnt, als eine Fahrt zu Ende geht … Hochsommer in Schweden. Es regnet Bindfäden. Der voll besetzte Schnellzug nach Stockholm muss außerplanmäßig halten. Eine junge Frau tritt hinaus aufs Bahngleis, um ungestört zu telefonieren – und wird von ihrer Tochter getrennt, als der Zug ohne Vorwarnung weiterfährt. Der Schaffner wird alarmiert, doch als er das kleine Mädchen abholen will, ist es spurlos verschwunden. Das Ermittlerteam um Kommissar Alex Recht und Fahndungsspezialistin Fredrika Bergman wird auf den Fall angesetzt. Als wenig später ein zweites Kind verschleppt wird, wird der Fall zu einem Albtraum.

Meine Meinung:

Man kann sagen, was man will, die Schweden können Krimis und Thriller schreiben. Ich weiß nicht, woran es liegt, aber bis jetzt haben mich die skandinavischen und die schwedischen im Besonderen am meisten begeistert. Vielliecht liegt es an der Biografie der Autoren?

Kristian Ohlsson arbeitete beim schwedischen Außen- und Verteidigungsministerium, bei der nationalen schwedischen Polizeibehörde und als Terrorismus-Expertin bei der OSZE in Wien. 

Geballtes Wissen, toller Schreibstil und eine Spannung vom Anfang bis zum Ende sorgen bei "Aschenputtel" für einen gelungenen Thriller. Ohlsson vermeidet die ganz harten und blutigen Details, aber sie lässt den Leser trotzdem spüren, wie kalt und grausam die Menschen sein können. Sie manipulieren, sie wenden Gewalt an, um ihre Macht zu sichern, sie lügen und betrügen und die Schwächsten (hier Kinder und Frauen) verlieren. 
Aber nicht nur in der "Außenwelt" kommt es immer wieder zu Zwischenfällen, auch innerhalb der Polizeieinheit stimmt die Chemie nicht. Alex Recht hat mit seinen Mitarbeitern zu kämpfen. Fredrika Bergman, eine Zivilangestellte, die noch ihren Weg sucht und Peder Rydh, ein stürmischer, impulsiver, aber guter Polizeibeamter finden keine Verbindung zueinander und sehen sich eher im Wettstreit um die Gunst von Alex Recht als ein Team, das schwere Fälle lösen soll.

Das Buch legt man nicht so schnell aus der Hand. Es gibt viele kleine Details, kleine Wendungen und immer wieder die ganz eigenen Probleme der Hauptcharaktere, die mich an die Geschichte gebunden haben. In schwedischen Thrillern wird am Ende nicht immer alles gut und auch hier steht man vor Fragen, die nicht beantwortet werden (und sollen).

Am Ende bleibt man mit einer traurigen Geschichte zurück, ist nachdenklich und hat Gänsehaut. Und trotzdem liegt schon jetzt der zweite Band im Regal und will gelesen werden, denn manche Wendung war überraschend und man möchte wissen, wie es weitergeht. Es bleibt spannend....  


4 von 5 Sternen

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