Dienstag, 4. Oktober 2016

Das letzte Fest des alten Europa

"Das letzte Fest des alten Europa" 
von 
Monika Czernin



erschienen am 03. November 2014
Knaus Verlag
ISBN: 978 3 8135 0434 7
350 Seiten


Inhalt:

Ihre Gäste und ihr Gespür für die Wiener Gesellschaft haben sie berühmt gemacht: Anna Sacher, Alleinerbin und legendäre Chefin des Hotel Sacher zur Zeit der Jahrhundertwende. Sie inszenierte den Ort, an dem wechselvoll Geschichte geschrieben wurde, an dem sich alle begegneten: Hof und Hochadel, Macht, Geld und Industrie. Die Künstler der Sezession, die Musiker und Schriftsteller aus Wiens großer Epoche. Monika Czernin erzählt die Geschichte eines außergewöhnlichen Lebens und zugleich ein Stück europäischer Kulturgeschichte.


Meine Meinung:


Eine große Geschichte, die über viele interessante Personen aus der Zeit der Jahrhundertwende erzählt. Monika Czernin beschreibt das Leben und das Arbeiten der Anna Sacher und erzählt nebenbei von der Politik, der Kunst und dem Adel aus dieser Zeit. Es ist durchaus spannend ihr zu folgen und noch einiges Neues zu erfahren. Die Verwicklungen und Verbindungen in der Wiener Gesellschaft, die politischen Beziehungen und der Einblick in die Hotellerie fand ich interessant. Jedoch hat mich der Schreibstil von Monika Czernin nicht so sehr begeistert. Die Geschichte wirkte dadurch etwas hölzern und distanziert. Für mich war Anna Sacher nicht wirklich greifbar, obwohl man herauslesen konnte, dass sie eine starke und kluge Persönlichkeit war. Aber etwas fehlte, um sie lebendig erscheinen zu lassen. Vielleicht lag dies an den wenigen Quellen mit denen die Autorin arbeiten musste. 

Wer sich jedoch für diese Zeit 1892 bis 1930 interessiert und gern einmal einen geschichtlichen Ausflug nach Wien unternehmen möchte, wird hier auf eine interessante und spannende Geschichte treffen, die kurzweilig und unterhaltsam ist. 


3 von 5 Sternen

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