Mittwoch, 9. November 2016

Die vielen Leben des Jan Six

"Die vielen Leben des Jan Six" 
von 
Geert Mak


erschienen am 17.10.2016
Siedler Verlag
ISBN: 9783827500878
512 Seiten

Inhalt:

Sie sind die Buddenbrooks der Niederlande: Die Six-Dynastie gehört seit dem Goldenen Zeitalter zu den politisch und kulturell bedeutendsten Familien des Landes. Bestsellerautor Geert Mak folgt den Spuren dieser Familie, die seit mehr als vierhundert Jahren in Amsterdam ansässig ist, und erweckt ihre Geschichte und Geschichten zu neuem Leben. Er erzählt die Biographie der Familie bis heute und entwirft zugleich ein ebenso farbiges wie schillerndes Panorama ihrer unterschiedlichen Epochen.

Jan Six – Mäzen, Aufklärer, Kunstsammler, Amsterdamer Regent und verewigt auf einem der schönsten Porträts, das Rembrandt je schuf – gilt als Begründer der Dynastie und hatte eine ganze Reihe von Nachkommen, von denen der jeweils Erstgeborene seinen Namen trug. Wie er gelangten viele von ihnen in den darauffolgenden Jahrhunderten in Kunst, Politik und Wissenschaft zu Reichtum und Ruhm. Andere Familienmitglieder wiederum verbrachten ihr Leben in Armut und Einsamkeit. Zahlreiche Tagebücher, Briefe, Notizen und Aufzeichnungen, die sich zusammen mit dem Rembrandt-Bildnis bis heute im Besitz der Familie befinden, zeugen davon. »Die vielen Leben des Jan Six« ist die Geschichte einer Familie und ihrer Stadt über viele Generationen hinweg. Es ist eine Geschichte von Ambitionen und Scheitern, von Größe und der ewigen Angst vor dem Niedergang.


Meine Meinung:

Ich hatte bei diesem Buch gehofft, dass es eine runde Familiengeschichte wie die Buddenbrooks oder die Wertheims wird. Doch so ganz erfüllte sich meine Hoffnung nicht. Es ist sehr detailliert und umfassend recheriert worden und der Autor hat jedes noch so kleine Detail mit in die Geschichte eingefügt. Dadurch wird jedoch die Geschichte der Familie Six sehr lang und phasenweise auch zäh. Gerade die ersten 100 Seiten fand ich schleppend und es dauerte leider recht lang bis ich mich mit der Geschichte wohlfühlte. Der große Begeisterungsfunke konnte trotz guter Recherche und interessanten Details nicht überspringen. Dafür war die Geschichte der Familie zu trocken, zu geschichtsbuchmäßig erzählt wurden. Die Fakten waren interessant, hätten jedoch auch etwas gestrafft werden können.

Wer (wie ich) eine große Familiengeschichte wie oben genannt erwartet, wird wahrscheinlich etwas enttäuscht werden. Wer gern Geschichtsbücher mit ein bißchen Roman liest, könnte mit diesem Buch seinen Spaß haben.

3 von 5 Sternen
 

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