Mittwoch, 28. Dezember 2016

Die Seideninsel

"Die Seideninsel" 
von 
Kelli Estes 
 


 
erschienen am 19.09.2016
  Goldmann Verlag
ISBN: 9783442484300
 448 Seiten 
 
 
Inhalt: 
 
 Als Inara Erickson die alte Villa ihrer Tante erbt, kehrt sie nach Jahren wieder auf Orcas Island im Nordwesten der USA zurück. In ihrer Kindheit hatte sie hier ihre Sommer verbracht, ohne zu ahnen, welches Geheimnis das Haus hütete. Nun aber entdeckt Inara unter einer losen Treppenstufe ein seltsames Stück Stoff, kunstvoll mit chinesischen Stickereien bedeckt. Sie scheinen von einer Frau zu erzählen, die im 19. Jahrhundert auf der Insel lebte. Fasziniert beschließt Inara, deren Geschichte zu entschlüsseln, und kommt so dem Schicksal der Chinesin Mei Lien auf die Spur. Doch je mehr sie sich damit befasst, umso tiefer dringt sie in ein dunkles Geheimnis ihrer Familie ein. Bis sie vor der schwierigsten Entscheidung ihres Lebens steht. 
 
 
Meine Meinung:
 
 Die Geschichte ist gut geschrieben und lässt sich leicht lesen. Es werden zwei Handlungsstränge parallel erzählt. Der Leser hüpft immer kapitelweise vom 19. Jh ins 21. Jh. und erfährt so, wie die Seide zwei Familien verbindet. Am besten haben mir die Kapitel über die Menschen und Geschehnisse aus dem 19. Jh gefallen. Sie wirkten realistischer, greifbarer und traurig. Es wurde ein Stück amerikanischer Geschichte erzählt und das fand ich interessant.  

Ich hatte zudem auf ein etwas spannenderes Geheimnis gehofft, aber durch den Erzählstrang aus dem 19. Jh wurde oft das Geheimnis für Inara (21. Jh) verraten, was ich schade fand. So konnte man nur verfolgen, wie sie das Geheimnis entdeckte und die Puzzelteile, die man schon kannte, zusammensetzte.  

Was mich etwas gestört hat, war die Liebesgeschichte. Bereits nach der ersten Beschreibung des Mannes wird offentsichtlich, dass hier noch eine (leider doch recht vorhersehbare und klischeehafte) Liebesgeschichte aufgebaut werden soll. 
 Für die Geschichte wäre ein anderes Ende realistischer und besser gewesen. So muss man sagen, ist es leider wieder ein typisch amerikanisches Ende.   
 
3 von 5 Sternen
 
 

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