Samstag, 14. Januar 2017

Der Fünfzigjährige, der nach Indien fuhr und über den Sinn des Lebens stolperte

"Der Fünfzigjährige, der nach Indien fuhr und über den Sinn des Lebens stolperte" 
von 
Mikael Bergstrand



erschienen am 28.07.2014
   btb Verlag
ISBN: 9783442713578
 416 Seiten




Inhalt:

Die 50 liegt weit hinter ihm, die Exfrau weilt mit ihrem Neuen im Liebesurlaub, und das Wohlstandsbäuchlein spannt schon etwas unter dem Cordjackett. Es ist nicht von der Hand zu weisen: Die Midlife-Crisis hat Göran Borg fest im Griff. Als er auch noch seinen Job verliert, tut er das einzig Vernünftige, was man(n) in so einer Situation tun kann: sich hängen lassen und in Selbstmitleid baden. Doch dann lässt sich Göran in einem schwachen Moment zu einer Gruppenreise (!) nach Indien überreden. Eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen. Denn kaum ist der Schwede im Land der heiligen Kühe angekommen, geht alles schief. Doch mit Hilfe des findigen Textilhändlers Mr. Yogi, der betörenden Schönheitssalonbesitzerin Preeti und ca. 1000 Hindu-Gottheiten kommt Göran nicht nur dem Zauber Indiens auf die Spur, sondern auch seiner eigenen Sinnkrise.


Meine Meinung:

Was hat man nicht schon alles über Männer in der Midlife-Crisis gelesen und gesehen. Vieles wird übertrieben, doch so mancher Funken Wahrheit ist dann doch dabei. Auch Mikael Bergstrand bedient sich bei den Klischees und packt dazu noch etwas schwedischen Humor. Diesen kann er leider nicht durch die ganze Geschichte halten, so dass man als Leser dann doch ab und zu einen langen Atem braucht. 

Seine Reise nach Indien und innerhalb Indiens ist phasenweise sehr überspitzt dargestellt und manches wirkte lächerlich. Göran Borg ist kein Mann, der vital, entdeckungsfreudig und aktiv ist. Er bekommt seinen Hintern nicht hoch, kann aber sehr gut schwimmen - im Selbstmitleid. Das ihn seine Frau verlassen hatte, konnte man an einigen Stellen im Buch nachvollziehen. 

Neben der Göran Krise bekommt man auch einen kleinen Einblcik in das indische Leben deren Denkenweisen und Handeln. Yogi ist dabei eine zentrale Figur. Er spricht wunderbare altmodische Sätze, die mich gut unterhalten haben und er ist guter Gegenpol zu Göran.

Insgesamt ist es eine leichte Lektüre für zwischendurch. Man darf nicht zu viel erwarten, aber wenn man sich auf Göran einlässt, kann man sich gut unterhalten lassen.

3 von 5 Sternen

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