Montag, 20. Februar 2017

Zapfig

"Zapfig" 
von 
Felicitas Gruber
 




erschienen am 13.02.2017
  Diana Verlag
ISBN: 9783453358515
304 Seiten



Inhalt:

In der Giesinger Privatbrauerei Rößlbier führt Uschi Roßhaupter seit Jahrzehnten ein strenges Regiment. Und ihr Sohn Tobias macht immer noch brav, was die Mama sagt. Eigentlich – denn die Heirat mit Sekretärin Nathalie war nicht vorgesehen. Wen wundert’s, dass die junge Dame kurz vor der Trauung einer bedauerlichen Vergiftung zum Opfer fiel? Dr. Sofie Rosenhuth jedenfalls nicht. Sie hat die Roßhaupter Uschi gleich im Verdacht, doch ihr Kommissar Joe weiß sie zu bremsen. Also wird ordentlich ermittelt in der Münchner Schickeria. Ärgerlich nur, dass die grimmige Uschi kurz darauf ertrunken in einem ihrer Braukessel liegt.


Meine Meinung:

Ja mei, mit der Sofie kann man schon ganz gut ermitteln. Und die Fälle sind interessant und teilweise gut verstrickt. Es gibt viele Verdächtige und mögliche Motive, so dass man als Leser nicht direkt weiß, wer der Mörder ist. Felicitas Gruber (zwei Autorinnen) lässt den Leser wieder eintauchen in das bayrische Leben inklusive feinsten Dialekt. Aber keine Sorge sie schreibt den Hauptteil des Regionalkrimis in Hochdeutsch. Jedoch fand ich die Dialekteinschübe recht unterhaltsam. Man ist schnell in der Geschichte drin und hat diese auch ruckzuck gelesen, da das Autorenpaar einen schönen Schreibstil hat. Der Humor kommt trotz der Leichen nicht zu kurz (besten Dank an Frau Dr. Falk), auch etwas Herzschmerz muss sein, aber auch gute Polizeiarbeit und der Beziehungsstress sind in dieser Geschichte vertreten. Für mich ist der neue alte Mann an Sofies Seite die einzige Figur, die mir nicht so recht symphatisch ist. Er ist mir zu laut, zu ungehobelt und viel zu besitzergreifend. Da ist doch der Gegenspieler viel interessanter. 
Mit der Sofie würde ich noch einmal ermitteln und hoffentlich dann erfahren, dass sie ihre privaten Entscheidungen noch einmal überdacht hat.

4 von 5 Sternen

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen