Samstag, 13. Mai 2017

Ein Papagei in Brooklyn

"Ein Papagei in Brooklyn" 
von 
David Duchovny




erschienen am 25.04.2017
Heyne Verlag
352 Seiten




Inhalt:

Marty Fullilove und sein Sohn Ted sind beide auf ihre ganz eigene Art im Leben gescheitert. Der Vater als zynischer Lebemann, der an nichts ein gutes Haar lassen kann. Der Sohn als Möchtegern-Schriftsteller, der als Erdnussverkäufer im Stadion arbeitet. Beide haben seit Jahren kein Wort miteinander gewechselt. Da braucht es schon einen unheilbaren Lungenkrebs, damit Ted seinem Vater einen Besuch abstattet. Zunächst wird er mit den üblichen Vorwürfen und Beschimpfungen begrüßt. Doch nach und nach finden die beiden zueinander – über Baseball, die Suche nach der wahren Liebe und die Freuden des Cannabiskonsums. 



Meine Meinung:

Ich bin bei dieser Geschichte etwas hin- und hergerissen. So richtig gefesselt hat sie mich leider nicht, aber so richtig schlecht war sie auch nicht. Es gab Passagen und die auch Grundidee, die ich gut und auch rührend fand. Die Beziehung zwischen Marty und Ted und wie sie sich wieder entwickelt, war durchaus interessant und gut beschrieben. Wie sie beide eigentlich die Sehnsucht nach Verständnis, Liebe und Familie hatten und am Ende durch ihre eigene Mauer im Kopf auf vieles davon verzichten mussten, weil sie zu stolz waren aufeinander zuzugehen.  

Dafür nervte mich relativ schnell der derbe Humor und die doch recht häufigen Beleidigungen, die sich die einzelnen Charaktere an den Kopf warfen. Der Kit in dieser Geschichte ist die Trauerbegleiterin, die der Kontrast zu den beiden Männern darstellt und mit ihrer ruhigen, aber auch schlagfertigen Art (hier fand ich den Humor gelungen) eine angenehme Figur in dieser Geschichte ist. 

Der Schreibstil von David Duchovny ist gut und leicht lesbar, so dass man schnell in die Geschichte abtauchen kann. Man sollte sich jedoch ganz gut im Baseball auskennen (was bei mir leider nicht der Fall war), denn es wimmelt nur so an Fachbegriffen, Mannschaften und Spielernamen in dieser Geschichte. Auch dies bremste ein wenig meine Begeisterung für dieses Buch, da ich nicht annahm, dass Baseball einen so hohen Stellenwert haben würde.


3 von 5 Sternen









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