Mittwoch, 25. April 2018

Krokodilwächter

"Krokodilwächter" 
von 
Katrine Engberg




erschienen am 28.03.2018
Diogenes Verlag
ISBN: 9783257070286 
505 Seiten


Inhalt:

Die emeritierte Professorin Esther de Laurenti ist froh, dem Universitätsbetrieb entkommen zu sein und endlich nach ihrem eigenen Rhythmus leben zu können. Sie lässt sich vom jungen Theatergarderobier Kristoffer bekochen, schläft nach lebhaften Abenden unter Freunden bis mittags – und schreibt an einem Kriminalroman. Zur Aufbesserung der Rente vermietet sie die Wohnungen in ihrem Haus in der Kopenhagener Innenstadt.
Als die junge Julie vom ersten Stock erstochen aufgefunden wird, verliert Esther den Boden unter den Füßen. 
Ein Zweifel treibt sie um: Kann es sein, dass jemand die grausamste Szene aus ihrem Romanmanuskript in die Realität umsetzen wollte? 
Und Jeppe Kørner und Anette Werner von der Kopenhagener Mordkommission fragen sich: Wer, wenn nicht sie?


Meine Meinung:


Der neue Krimi aus Dänemark hat vieles, was eine spannende und ansprechende Serie braucht. Die Autorin nimmt den Leser mit nach Dänemark und lässt zwei recht unterschiedliche Polizeiassistenten mehrere Mordfälle lösen. 

Das Duo, Anette Werner und Jeppe Kørner, haben es mit einem grausamen Frauenmord zu tun, der viele Fragen aufwirft und auch den einen oder anderen Verdächtigen hervorbringt. Jedoch wird einer dieser Verdächtigen selbst ermordet, so dass das Ermittlungsgerüst wieder einstürzt und die Suche weitergeht. Sie treffen dabei, auf immer mehr verwirrende Verwicklungen, die man so nicht erwartet hätte. Und mittendrin steht ein Manuskript einer ehemaligen Professorin, die ebenfalls mit den Opfern bekannt war. Es werden viele Stränge angepackt und wieder bei Seite gelegt, um sie später mit anderen Handlungssträngen zu verknüpfen.

Die Autorin hat sich bei den altbekannten Mustern bedient. Zwei Ermittler (möglichst Mann und Frau), einer von beiden hat Probleme, die die Person straucheln lassen, der Partner muss einspringen und stützen. Manchmal war mir Jeppe zu wehleidig. Natürlich hat er einiges durchgemacht, aber man muss ein Ende beim Selbstmitleid finden und die Autorin gönnt ihm ja auch eine Pause. Anette ist etwas „sperrig“. Ich habe sie nicht wirklich zu fassen bekommen. Aber beide Polizeiassistenten haben Entwicklungspotenzial, um noch ein interessantes Ermittlungsduo zu werden. 

Insgesamt fand ich das Debüt von der Autorin vielversprechend. 
Die Polizeiassistenten haben eine gute Chance sich weiterzuentwickeln, der Fall war spannend und auch die beteiligten Charaktere fand ich gut beschrieben und auch recht realitätsnah.




3 von 5 Sternen

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